Intel möchte in diesem Jahr die ersten Arc-Grafikkarten mit Gaming-Features auf den Markt bringen. Produkte für das Ultra-Enthusiast-Segment sind ebenfalls geplant. "Project Endgame" wird darüber hinaus als Cloud-Dienst positioniert.

Intel wird im Laufe des Jahres die ersten Arc-Grafikkarten auf den Markt bringen, die sich mit ihren Features stärker an SpielerInnen auf dem PC richten werden, unter anderem mit Raytracing-Funktionen und der Upscaling-Technologie Xe Super Sampling, kurz XeSS. Im Bereich Upscaling konkurriert Intel dann mit FSR von AMD und DLSS von Nvidia.

Die ersten Grafikprozessoren (GPUs) tragen den Codenamen "Alchemist". Noch im ersten Quartal sollen verschiedene OEM-Notebooks mit den GPUs auf den Markt kommen. Ab dem zweiten Quartal folgen Grafikkarten für Desktop-Systeme und ab dem dritten Quartal für Workstations. Außerdem hat der Hersteller die Arbeit an den "Celestial-Produkten" begonnen. Die daraus resultierenden Grafikkarten werden das hochpreisige Ultra-Enthusiast-Segment bedienen, sind aber noch längere Zeit entfernt. Nach "Alchemist" plant Intel jedenfalls die "Battlemage"-GPUs und erst danach dürfte es mit "Celestial" weitergehen. In diesem Jahr erwartet Intel die Auslieferung von mehr als vier Millionen (diskreten) Grafikkarten.

Des Weiteren wird im Laufe des Jahres noch "Project Endgame" verfügbar sein. In der Pressemitteilung heißt es kryptisch: "Dieses ermöglicht es Nutzer:innen, über einen Service auf Intel Arc-GPUs zuzugreifen, um kontinuierliche Rechenleistung mit geringer Latenz zu erhalten." Das Unternehmen hat keine weiteren Details zu diesem Dienst genannt, aber Namensgebung, GPU-Rechenleistung und die Hervorhebung der geringen Latenz könnten auf einen Game-Streaming-Dienst wie GeForce Now hindeuten - oder auf eine Cloud-Anwendung für professionelle 3D-Anwendungen. Mehrere aufgetauchte Patente tendieren aber eher in Richtung Gaming (Twitter).

Laut Intel wurden im Jahr 2021 weltweit mehr als 340 Millionen PCs ausgeliefert, 27 Prozent mehr als 2019. Das Unternehmen erwartet, dass dieser Markt auch in Zukunft von hoher Relevanz sein wird. Der Bereich "Client Computing Group" (CCG) leistet einen beträchtlichen Beitrag zum Wachstum des Unternehmens. Intels Roadmap für die nächste Generation von Client-Produkten sieht so aus:

"-Raptor Lake: Diese Prozessorgeneration wird in der zweiten Jahreshälfte 2022 auf den Markt kommen und im Vergleich zu Alder Lake eine zweistellige Leistungssteigerung und verbesserte Übertaktungsfunktionen bieten. Raptor Lake wird über bis zu 24 Kerne und 32 Threads verfügen und in Intel 7 mit leistungsfähiger Hybridarchitektur gefertigt werden. Raptor Lake wird außerdem Sockel-kompatibel mit Alder Lake-Systemen sein.

-Meteor Lake und Arrow Lake: Meteor Lake wird auf Intel 4 basieren. Arrow Lake wird das erste Intel-Produkt sein, das Intel 20A Tiles verwenden wird, sowie Tiles, die in einem externen Prozess hergestellt werden. Diese Prozessoren werden einen großen Fortschritt im Bereich XPU bieten ? mit integrierter KI und GPU-Architektur auf Tile-Basis, die die Leistung von diskreten Grafikprozessoren bietet. Meteor Lake wird im Jahr 2023 auf den Markt kommen, Arrow Lake folgt 2024.

-Lunar Lake und darüber hinaus: Geleitet durch seine IDM 2.0-Strategie wird Intel sowohl interne als auch externe Fertigungs-Nodes nutzen, um führende Produkte zu liefern."

Am Dienstag gab Intel zudem die Übernahme von Tower Semiconductor, einem israelischen Halbleiterunternehmen, für 5,4 Milliarden Dollar bekannt. Im Rahmen der IDM-2.0-Strategie (Integrated Device Manufacturer) möchte Intel mit der Akquisition die eigenen Fertigungskapazitäten weiter ausbauen, die globale Präsenz stärken und das Technologieportfolio erweitern. Ziel ist es, die weltweite Nachfrage nach Halbleitern besser zu decken.

Share this post

Written by

Marcel Kleffmann
Marcel Kleffmann is Chief of Content of GamesMarket and our B2B and B2C expert for hardware, market data, products and launch numbers with more than two decades of editorial experience.