Die Situation beim US-Publisher Interplay ist wohl doch ernster, als zunächst angenommen. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, sei man nicht nur bei der Zahlung von Gehältern und Mieten im Verzug, sondern habe auch die wichtige "Dungeons & Dragons"-Lizenz verloren.

Die Krise bei US-Publisher Interplay spitzt sich immer weiter zu. In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht hat das Unternehmen die momentane Situation dargestellt. Demnach sei man trotz der positiven Entwicklungen im letzten Geschäftsjahr derzeit nicht in der Lage, Gehälter und Mieten zu zahlen. Auf gut 99.000 Dollar belaufen sich laut Unternehmensangaben die Lohnschulden von Interplay. Zudem ist die Kündigung der Büroräume zu befürchten, was zumindest eine Unterbrechung der Geschäftstätigkeit nach sich ziehen würde. Da man in den vergangenen Monaten auch nicht in der Lage war die Gebühren für die wichtige "Dungeons & Dragons"-Lizenz (D&D) an den Rechteinhaber abzutreten, hat Interplay das Recht verloren, Spiele unter D&D-Lizenz zu entwickeln und zu veröffentlichen. Gerade aber die hohe Nachfrage für das unter D&D-Lizenz vermarktete "Baldur's Gate: Dark Alliance II" hatten Interplay im letzten Geschäftsjahr zu einem positiven Ergebnis verholfen. Interplays Hoffnungen liegen jetzt auf der Marke "Dark Alliance", die sich das Unternehmen gesichert hat. Die gesamte Situation sei existenzbedrohend, sollten die Schwierigkeiten durch Einsparungen nicht gemeistert und kein neuer Geldgeber gefunden werden.

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