Ismail kündigt kostenlose Online-Konferenz Gamedev.world an
Der niederländische Entwickler Rami Ismail von Vlambeer hat mit Gamedev.world ein Projekt angekündigt, das den Know-how-Transfer von Game Developer aus der ganzen Welt demokratisieren soll: Eine kostenlose Online-Konferenz in acht Sprachen.
Im Rahmen seiner Keynote für den Global Game Jam hat der niederländische Entwickler Rami Ismail eine neue, globale Spielekonferenz angekündigt. Die Gamedev.world, so der Name der Konferenz, unterscheidet sich jedoch grundlegend von allen anderen bekannten Business-Konferenzen. Dies geht aus Interviews und Berichten hervor, die Rami parallel zur Keynote initiiert hat. Der Unterschied besteht in drei ganz wesentlichen Punkten: Die Gamedev.world hat keinen Veranstaltungsort, sie findet in acht Sprachen gleichzeitig statt und sie ist kostenlos. Erklärtes Ziel ist, dass möglichst viele Entwicklerinnen und Entwickler rund um den Globus an dem Wissenstransfer teilhaben können.
Im Detail wird die Gamedev.world über 30 Vorträge bieten. Diese werden vom 21. bis 23. Juni gestreamt. Alle Inhalte werden kurz zuvor aufgezeichnet und ins Arabische, Chinesische, Englische, Französische, Japanische, Portugiesische, Russische und Spanische übersetzt. Zu seiner Motivation sagte er in den diversen Medienberichten, dass er sich an den hohen Zugangshürden klassischer Gamers-Konferenzen störe. Konkret nannte er dabei Kosten für Tickets und Anreise, Visa-Beschränkungen beispielsweise bei der Einreise in die USA zur Game Developer Conference und Sprachbarrieren. Alle drei Faktoren halten in der Tat vor allem Developer aus den sogenannten Emerging Markets davon ab, an Konferenzen teilzunehmen.
Konkrete Angaben zu Speakern oder Inhalten gibt es noch nicht. Auf der Website suchen Ismail und seine Mitstreiter sowohl nach Sprechern, nach Empfehlungen für Sprecher, aber auch nach weiteren Partnern wie Sponsoren und freiwilligen Moderatoren. Denn jedem Vortrag soll eine kurze Fragerunde im Netz folgen. Und noch etwas sucht die Gamedev.world: "official viewing locations". Sie müssen an jedem der drei Konferenztage für mindestens sechs Stunden Zugang gewähren. Gebühren müssen die "viewing locations" nicht bezahlen. Gut möglich also, dass die Gamedev.world auch in Deutschland fündigt wird beispielsweise bei Einrichtungen wie dem Werk1 oder dem Cologne Game Haus.