Vorerst wird es wohl keine neuen Hardware-Versionen von Nintendos Millionenseller Game Boy Advance geben. Auf der Electronic Entertainment Expo in Los Angeles unterstrich Unternehmenspräsident Satoru Iwata, dass Nintendo auf absehbare Zeit seine volle Energie in die Vermarktung von Nintendo DS und Wii investieren wird.

"Ich müsste zweimal überlegen, ob wir unsere Ressourcen in eine Weiterentwicklung des Game Boy Advance investieren", sagte Nintendo-Präsident Satoru Iwata im Interview mit "Reuters". Stattdessen wolle der Konzern nun sämtliche Kräfte bündeln, um Nintendo DS und Wii erfolgreich zu vermarkten. "Der Markt für DS befindet sich mitten in der Entwicklungsphase und wir werden nichts unternehmen, dass diesen Trend ausbremsen könnte", so Iwata. Und die Verkaufszahlen geben Iwata recht. Unternehmensangaben zufolge wurden bislang 16 Mio. DS-Exemplare abgesetzt. Nicht zuletzt die Einführung der runderneuerten Lite-Version heizte den Absatz in Japan deutlich an.

Das Aus für den Millionenseller Game Boy Advance bedeutet dies freilich nicht. Mit mehr als 74 Mio. weltweit verkauften Exemplaren ist und bleibt GBA-Software eines der wichtigsten Standbeine des Traditionsherstellers. Auch die Hardware-Produktion wird ungebrochen aufrechterhalten.

Angesprochen auf Wii äußerte sich Iwata zum Launch und den Vermarktungszielen. "Ich bin mir bewusst, dass wir mehr Titel zum Wii-Start anbieten müssen, als wird es bei N64 und GameCube getan haben, um die Zustimmung der Fans zu gewinnen", so Iwata. Das Launch-Line-up umfasse zum jetzigen Zeitpunkt mehr als 10 Titel. Außer den bereits bekannten "The Legend Of Zelda: The Twillight Princess", dem Sport-Paket und Ubisofts "Red Steel" wollte aber Iwata keine konkreten Ankündigungen machen.

In Konkurrenz zu Sony und Microsoft sieht sich Nintendo im Übrigen nicht: "Es ist nicht unser Ziel, in die Schlacht im Next-Generation-Konsolenmarkt einzugreifen, sondern den Gamesmarkt und die Zielgruppe zu erweitern." Iwata nannte es Nintendos Vision, die Wand zwischen Spielern und Nichtspielern einzureißen.

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Bär, Klingbeil, Steinmeier: Live Stream of Openings of Gamescom and Gamescom Congress
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By Stephan Steininger 2 min read