Japans Spielemarkt baut weiter ab
Bereits das dritte Jahr in Folge ist der japanische Spielemarkt geschrumpft. Laut Daten der Computer Entertainment Supplier's Association (CESA) ist der Inlandsumsatz mit Hard- und Software um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.
Die Krise der japanischen Spieleindustrie ist auch auf dem Höhepunkt der aktuellen Konsolengeneration noch nicht überwunden. Laut Daten der Computer Entertainment Supplier's Association (CESA) ist der Inlandsumsatz mit Hard- und Software 2003 gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent auf 446,3 Mrd. Yen (ca. 3,4 Mrd. Euro) zurückgegangen. Beide Teilmärkte hatten dabei Rückgänge zu verkraften. Während der Hardwareumsatz laut CESA aufgrund sinkender PlayStation-2-Verkäufe um 16,7 Prozent auf 137,2 Mrd. Yen (rund 1,1 Mrd. Euro) nachgab, verzeichnete der Umsatz mit Software einen Rückgang von 8,2 Prozent auf 309,1 Mrd. Yen (ca. 2,3 Mrd. Euro). Zwar wurden insgesamt mehr Spiele als im Vorjahr abgesetzt, doch hat auch der japanische Kunde den Vorteil von Budgettiteln entdeckt, was zu den geringeren Umsätzen geführt hat. Rechnet man die Exporte der japanischen Industrie mit ein, ergibt sich ein Gesamtumsatz von 1,134 Bil. Yen (rund 8,6 Mrd. Euro), was einem Minus von 10,1 Prozent gegenüber 2002 entspricht. Den größten Umsatz erreichte die japanische Industrie 1997. Laut CESA entsprechen die Umsätze von 2003 aber nur noch rund 60 Prozent des damaligen Werts.