JoWooD im ersten Quartal im Minus
Obwohl im ersten Quartal keinerlei neue Titel auf den Markt gebracht wurden, steigerte JoWooD den Umsatz im Jahresvergleich um 34 Prozent. Der hohe Abschreibungsbedarf sorgt aber dafür, dass keine rechte Freude über die positive Entwicklung aufkommen mag.
Im zum 31. März beendeten ersten Quartal des laufendenden Geschäftsjahres verbuchte JoWooD Productions ein 34-prozentiges Umsatzplus auf rund 2,4 Mio. Euro. Erfreulich für den österreichischen Publisher: Da im ersten Quartal keinerlei neue Titel veröffentlicht wurden, generierte sich das Umsatzwachstum einzig aus dem starken Backkatalog. So konnte erstmals seit vier Quartalen auch wieder ein positiver operativer Cashflow von ca. 540.000 Euro erzielt werden.
Der hohe Abschreibungsbedarf dämpfte jedoch die Stimmung in der Firmenzentrale. Die restriktive Abschreibungspolitik sorgte der guten Umsatzentwicklung zum Trotz für ein negatives Konzernergebnis in Höhe von 3,7 Mio. Euro. Für die Zukunft ist die Unternehmensleitung zuversichtlicher. Nicht nur stehen einige Keytitel zur Veröffentlichung an, auch die in letzter Zeit geschlossenen internationalen Vertriebsvereinbarungen werden sich in den kommenden Monaten positiv auswirken, so JoWooD. Zudem sinke die Belastung durch Abschreibungen sukzessive. Weitere Einsparungspotenziale machte JoWooD bei der Belegschaft aus. Zum Stichtag beschäftigte das Unternehmen 178 Mitarbeiter, davon 54 freie Mitarbeiter auf Teilzeit, die primär in der Qualitätssicherheit beschäftigt sind. Aufgrund der neuen Unternehmensstruktur werde dieser Personalanteil im Laufe des zweiten Quartals jedoch sehr stark reduziert werden.