JoWooD im vierten Quartal "deutlich negativ"
Anfang 2004 feierte man in Rottenmann noch den vollzogenen Turnaround. Gut ein Jahr später sieht die Situation schon wieder verzwickter aus. Im Vorfeld der außerordentlichen Hauptversammlung am heutigen 14. Januar informierte der börsennotierte Publisher über Sonderabschreibungen und Rückstellungen in Millionenhöhe, die das Ergebnis im 4. Quartal deutlich negativ beeinflussen.
Im Vorfeld der außerordentlichen Jahreshauptversammlung am heutigen 14. Januar hat JoWooD Productions eine Gewinnwarnung herausgegeben. Sonderwertberichtigungen aufgrund der bisher nicht im geplanten Maße vollzogenen Internationalisierung sowie die Anpassung der aktivierten latenten Steuern belasten das Ergebnis aus dem vierten Quartal "deutlich negativ", teilte JoWooD mit. Die Situation soll mit Sonderabschreibungen von immateriellen Vermögensgegenständen sowie Rückstellungen für Vertriebsunsicherheiten in Millionenhöhe bereinigt werden.
Die Abschreibungen belasten JoWooD zu einem Zeitpunkt, an dem nach den Turbulenzen Ende 2003, Anfang 2004 endlich wieder Ruhe eingekehrt war. Seit Anfang letzten Jahres vermeldete man fortlaufend bessere Ergebnisse und auch das vierte Quartal wurde mit einer Umsatzsteigerung abgeschlossen. Die Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr mussten nun deutlich nach unten korrigiert werden: Rechnete man in Rottenmann für das Geschäftsjahr 2004 bisher mit Umsätzen zwischen 23 und 25 Mio. Euro, so liegt die Prognose nun bei 21 Mio.
"Rasche Maßnahmen" seien nun erforderlich, "um das Potential der herausragenden Spielepipeline 2005 ausschöpfen zu können". Zudem soll der neu zu wählende Aufsichtsrat bei der weiteren Internationalisierung helfen und die Firmenleitung unterstützen, die bekannten Defizite zu beseitigen.