Seit September '99 ist Zubehörhersteller Joytech, Tochter von Take 2 Interactive Software, direkt im deutschen Markt aktiv. Mit einer Erweiterung des Sortiments um Dreamcast-Zubehör und konsequenter Markenstrategie will das Unternehmen mindestens unter die Top Fünf in Deutschland.

Die Ziele von Joytech sind ehrgeizig. Der Peripheriehersteller will in Deutschland möglichst schnell unter die Top-Fünf-Anbieter für Konsolenzubehör kommen. Und das, obwohl Joytech, Tochter des Spielepublishers Take 2 Interactive, erst seit September '99 mit eigenem Personal in der Münchner Niederlassung der Mutterfirma aktiv ist. Zuvor wurden die Produkte von Dynatex exklusiv in Deutschland angeboten. "Dynatex hat die Marke Joytech erfolgreich betreut und gehört heute schon aus der Historie heraus zu unseren wichtigsten Partnern", erklärt David Hosch, Salesmanager von Joytech, das sehr gute Verhältnis zum ehemaligen Exklusivpartner. Zwar würden die Produkte auch über andere Großhändler vermarktet, Dynatex halte im Independentbereich aber nach wie vor einen großen Anteil. Die großen Ketten betreut Joytech selbst.

Dass die couragierten Ziele durchaus realistisch sind, zeigt die Situation in Großbritannien. Dort wechselt sich Joytech laut Charttrack immer wieder mit Sony an der Spitze der Konsolenzubehörhersteller ab. Im Moment sei man auf Rang zwei. So einfach werde es hierzulande nicht, räumt Hosch ein. Aber das auf Lifestyle getrimmte Portfolio kommt an. 1,7 Mio. Mark Umsatz wurden in den ersten Monaten gemacht. Für 2000 liegt die erste Prognose bei mindestens sechs Mio. Mark. Neben den trendigen Produkten, die zum Teil neue Wege in Form und Farbe (Metallic) gehen, spricht auch der Start der Dreamcast-Range im März und April für Wachstum. Auch für alle neuen Systeme will Joytech Produkte anbieten. Eine große Ankündigung zu PlayStation2 wird es wohl zur ECTS in London geben. Neben umfangreichen Werbemaßnahmen für alle Produkte soll beim Marketing in diesem Jahr verstärkt auch der Brand Joytech im Vordergrund stehen. Größere Aktionen im Printbereich sind geplant. Auch laufen Gespräche mit potenziellen Partnern in Funk und TV.

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