Karstadt beliefert MediMax
Die Karstadt Warenhaus AG bestückt ab April die 60 MediMax-Fachmärkte mit Software, DVDs, Videos und CDs. Das bestätigte Thomas Güttler, Branchenmanager bei Karstadt, gegenüber games.markt.
"Wir sind künftig für MediMax als Großhändler und Systemdienstleister tätig", sagte Thomas Güttler, Branchenmanager Musik & Film, Unterhaltungselektronik & Software bei Karstadt, im Gespräch mit games.markt. "Über die Warenlieferung hinaus stehen wir MediMax aber auch beratend zur Seite, unterstützen bei der Flächenplanung und stimmen mit den jeweiligen Abteilungsleitern vor Ort den passenden Produktmix ab." Dazu hat die Karstadt-Zentrale ein Team mit drei Außendienstmitarbeitern um Key-Accounter Werner Zeller aufgestellt. Zudem sollen die MediMax-Märkte an die Karstadt-eigene Warenwirtschaft KIM angeschlossen werden. Diesen Prozess will Güttler bis zum Mai abgeschlossen haben.
Die Zusammenarbeit zwischen Karstadt und MediMax soll sich auch auf die Planung von Marketingaktionen erstrecken: "Das tut dem Gesamtmarkt gut, da MediMax eher in den ländlichen Gegenden vertreten ist, wo sonst kaum für diese Produkte geworben wird." Güttler kann sich vorstellen, auch für andere Unternehmen als Systemdienstleister tätig zu werden: "Grundsätzlich sind wir daran interessiert, dieses Geschäftsfeld auszubauen. Wir müssen dabei aber nach Partnern suchen, die auch zu uns passen." Dies sei vor allem bei kleineren und mittleren Flächen der Fall. Bislang wurde MediMax vom Hildener Systemdienstleister AMS betreut. Nach games.markt-Schätzungen dürfte MediMax im gesamten Entertainmentsegment für ein Umsatzvolumen von rund 25 Mio. Euro stehen. Dazu Kurt Hellweg, Geschäftsführer AMS, der bis zuletzt für die Vertragsverlängerung mit MediMax gekämpft hatte, gegenüber games.markt: "Natürlich hinterlässt dies eine große Lücke und ein Umsatzdelta für die AMS."
Die Zukunft des Hildener Systemdienstleisters sei deshalb aber nicht gefährdet. "Wir haben im Dezember mit Hartlauer in Österreich einen neuen Kunden gewonnen. Sicher kann dieser nicht die MediaMax-Lücke schließen. Nichtsdestotrotz werden wir uns um weitere Kunden bemühen und unsere bestehenden Partnerschaften intensivieren. Die Geschäfte bei AMS gehen mit absoluter Sicherheit weiter." Allerdings sei man jetzt zu Umstrukturierungen gezwungen.