Karstadt hält an Entertainment fest
Laut Multimedia-Director Volker Müller bleibt Entertainment ein fester Bestandteil des Karstadt-Angebots. Man habe hier noch große Pläne.
Von den 181 Häusern der Karstadt Warenhaus AG stehen 77 Outlets zur Disposition. Davon betroffen sind vor allem Häuser mit einer Verkaufsfläche von weniger als 8000 Quadratmetern. Diese Filialen werden zum 1. Januar 2005 in eine eigene GmbH mit zwei neuen Geschäftsführern eingegliedert. Erst im Anschluss stelle sich Frage, welche Filialen verkauft, geschlossen oder weiter betrieben werden, so Volker Müller, Director Multimedia bei der Karstadt Warenhaus AG, gegenüber "DVD&VideoMarkt". Fünf Standorte wurden als Resultat ganz normaler wirtschaftlicher Überlegungen bereits geschlossen, zehn weitere würden als Projektfiliale überprüft. Auch wenn im Gesamtkonzern zahlreiche Sortimente auf dem Prüfstand stünden, treffe dies nicht für Entertainment zu. "Es wird, wie in der Vergangenheit, auch künftig in jedem Karstadt-Warenhaus ein Entertainmentbereich zu finden sein", stellt Müller klar. Karstadt habe hier in manchen Sortimentsbereichen einen Marktanteil von 15 Prozent; diese Position werde man nicht leichtfertig aufgeben. Ganz im Gegenteil. "Durch die unterschiedlichen Größen unserer Filialen war in der Vergangenheit eine einheitliche Struktur nicht zu realisieren, und wir konnten nicht alle gleichartig führen. Durch die Ausgliederung der kleineren Filialen haben wir ganz andere Möglichkeiten", so Müller. Deshalb stünden auch Projekte wie das Storekonzept mit MGM nicht zur Disposition. Eine weitere Aufrüstung, auch mit anderen Partnern, schloss Müller grundsätzlich nicht aus.