Neue Hiobsbotschaft für KarstadtQuelle: Die Jewish Claims Conference fordert von dem angeschlagenen Handelskonzern eine Entschädigung in Millionenhöhe für ein in der Nazizeit enteigenes Grundstück in Berlin.

Der KarstadtQuelle-Konzern sieht sich Entschädigungsforderungen in Millionenhöhe durch die Jewish Claim Conference (JCC) und die Erben der Warenhaus-Dynastie Wertheim gegenüber. Konkret geht es um ein Grundstück im Herzen Berlins, das durch die Übernahme des Hertie-Konzerns 1994 in den Besitz von Karstadt überging. 2000 veräußerte der Essener Warenhauskonzern das Grundstück für 145 Mio. Euro an den Metro-Gründer Otto Beisheim, der hier das Beisheim Center baute. Vor der Enteignung durch die Nazis 1938 gehörte das Grundstück der jüdischen Kaufhaus-Dynastie Wertheim.

Die JCC vertritt Opfer und Überlebende des Holocaust und fordert nun die genannten 145 Mio. Euro für die Wertheim-Erben ein. Bestätigt in ihrer Forderung fühlt sich die JCC durch ein aktuelles Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus der vergangenen Woche, berichtet die "Financial Times Deutschland". Darin hätten die Richter in einem Fall Ansprüchen jüdischer Alteigentümer auf Rückerstattung bestätigt.

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