Karstadt räumt in Verkaufsprospekt erhebliche Risikofaktoren ein
Nachdem der angeschlagene KarstadtQuelle-Konzern in seinem am Montag veröffentlichten Verkaufsprospekt für die geplante Kapitalerhöhung eine ganze Reihe von Risikofaktoren eingeräumt hat, brach die Aktie am Dienstagmorgen massiv ein.
Nachdem der angeschlagene KarstadtQuelle-Konzern in seinem am Montag veröffentlichten Verkaufsprospekt für die geplante Kapitalerhöhung eine ganze Reihe von Risikofaktoren eingeräumt hat, brach die Aktie am Dienstagmorgen ein. Dem gut 180 Seiten starken Prospekt zufolge würden Bedingungen für den Kredit über insgesamt 1,75 Mrd. Euro die Handlungsfähigkeit des Unternehmens "erheblich einschränken". So muss Karstadt zur Sicherung der Kreditlinie wesentliche Teile seiner Tochterfirmen, darunter Thomas Cook, und den gesamten inländischen Grundbesitz an die Banken verpfänden. Darüber hinaus soll bis Ende April eine Wandelanleihe über mindestens 125 Mio. Euro begeben werden.
Sollte es Karstadt nicht gelingen, mit der Veräußerung von Fachgeschäften, Warenhäusern und der Logistiksparte die Kassen wieder zu füllen, droht spätestens zum Herbst 2005 eine neue Finanzierungslücke. Aufgrund dieser labilen Situation könne schon ein einzelner Risikofaktor zur Insolvenz führen, heißt es in dem Bericht. Darüber hinaus sei es "unwahrscheinlich, dass in der Zukunft ein dem der Vergangenheit entsprechendes Ergebnis je Aktie erzielt" werde. Die Börse reagierte am Dienstagmorgen mit einem Kurseinbruch um 19 Prozent auf knapp acht Euro.