Nach Angaben von KarstadtQuelle-Chef Christoph Achenbach gibt es ein großes Interesse an allen zum Verkauf stehenden Unternehmensanteilen.

Die KarstadtQuelle AG zeigt sich zuversichtlich, dass für die vor der Ausgliederung stehenden Konzernteile bald Käufer gefunden werden. Es sei ein großes Interesse an allen zum Verkauf stehenden Unternehmensanteilen vorhanden, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Christoph Achenbach der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Demnach stehe der Verkauf der Logistikaktivitäten, darunter das Warenverteilzentrum in Unna und die Neckermann-Logistikimmobilie in Frankfurt, unmittelbar vor dem Abschluss. Sollte der Verkauf wie geplant über die Bühne gehen, wäre knapp die Hälfte des geplanten Liquiditätszuflusses gesichert. Insgesamt will Karstadt in diesem und im kommenden Jahr auf rund 1,3 Milliarden Euro Umsatz verzichten und hofft dabei auf einen Liquiditätszufluss von 1,1 Milliarden Euro. Auch für die 77 kleineren Warenhäuser, die in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert werden sollen, sowie für die Textilketten Sinn Leffers und Wehmeyer gebe es Interessenten, so Achenbach. Darunter seien auch deutsche Investoren.

Unterdessen endete ein mehrstündiger Verhandlungsmarathon mit Unternehmensleitung sowie Vertretern der Gewerkschaft ver.di und des Betriebsrats am Dienstagabend ohne konkretes Ergebnis. Die Verhandlungen sollen am Mittwoch fortgesetzt werden, laut Karstadtsprecher Jörg Howe, seien die Gespräche "schwierig, aber konstruktiv". Er gehe davon aus, dass am Donnerstag ein Ergebnis vorliege. ver.di kündigte für Mittwoch und Donnerstag zahlreiche Protestaktionen an. Den Beschäftigten drohen betriebsbedingte Kündigungen sowie Einkommenseinbußen in der Größenordnung von bis zu 10 Prozent.

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