Der ESBD startet ein Kooperationsprojekt mit dem Land Schleswig-Holstein. In Kiel soll das erste öffentlich geförderte Landeszentrum für eSport und Digitale Kompetenz entstehen. Insgesamt 250.000 Euro in Förderung werden von Stadt und Land bereitgestellt.

In Kiel entsteht das erste öffentlich geförderte Landeszentrum für eSport und Digitale Kompetenz (LESZ). Bei der Initiative handelt es ich um ein Kooperationsprojekt des Landes Schleswig-Holstein, der Stadt Kiel und des eSport Bund-Deutschland (ESBD). Das Zentrum wird passend zur Dritten Digitale Woche in Kiel im September eröffnet.

Von Stadt und Land werden voraussichtlich Fördermittel in der Höhe von 250.000 Euro für die Realisierung bereitgestellt. Der ESBD wird das eSport-Zentrum als Träger mit eigenen Ressourcen (Sponsoren und Fördermitgliedern) unterstützen. Bereits im März soll ein erster Workshop mit potentiellen Partnern in Kiel stattfinden.

"Gemeinsam möchten wir einen zentralen Anlaufpunkt für nachhaltiges eSport-Training einrichten und einen Raum für eSport-Events in der Landeshauptstadt aufbauen, um dadurch auch im eSport konkrete Begegnungs- und Sozialräume zu schaffen", so Innen-Staatssekretärin Kristina Herbst. "Wir haben den Anspruch, bundesweites Vorbildprojekt für Digitalisierungskompetenz und eSport zu sein und führen die Idee des eSports mit dem Konzept der 'Digitalen Knotenpunkte' in Schleswig-Holstein zusammen."

"Kaum ein Thema bewegte den Sport und die Politik in den vergangenen Monaten so sehr wie der rasante Aufstieg des eSports", meint ESBD-Präsident Hans Jagnow. "Insbesondere in Schleswig-Holstein zeigten sich Landesregierung, Parlament, die Stadt Kiel und Zivilgesellschaft in einer außerordentlichen Offenheit dem Thema zugewandt und wollen den eSport in der Region und darüber hinaus entwickeln und fördern. Diese Initiative nehmen wir gerne auf und bringen uns ein."

Das Landesparlament Schleswig-Holstein hatte bereits im Dezember beschlossen, für das Jahr 2019 rund 500.000 Euro für die Förderung kommunaler eSport-Häuser zur Verfügung zu stellen. Dadurch sollen Vereine und Jugendclubs im gesamten Bundesland gefördert werden. Die dazugehörige Förderrichtlinie soll im April erscheinen.

"Ein kombiniertes Landeszentrum für eSport und Digitalisierung - das passt zu Kiel", so Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. "Mit unserer digitalen Woche haben wir die eSport-Szene bereits an die Förde geholt. Und mit dem geplanten Landeszentrum lassen sich die Aktivitäten dieser noch neuen Sportart in Norddeutschland noch besser bündeln und stärken. Der Antrag von sieben Ratsfraktionen, eSport in die Infrastruktur Kiels zu integrieren, kann damit sehr schnell umgesetzt werden. Mit einer Gesamtsumme von 150 000 Euro werden wir uns über einen Zeitraum von drei Jahren an dem neuen Landeszentrum beteiligen."

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