"Killzone": Frischer Edel-Shooter
Mitten im Herzen Amsterdams entsteht derzeit die größte Actionhoffnung für Playstation 2. Mit Traumoptik und gewaltigen Schlachten soll die Sony-Konsole einen Ego-Shooter spendiert bekommen, der es locker mit "Halo" & Co. aufnehmen kann.
In "Killzone" tobt ein unerbittlicher Krieg, dem sich der Spieler als Mitglied der Weltenretter-Truppe "ISA" in elf spannenden Missionen stellt. Der Frieden wird von einer abtrünnigen Soldatensippe bedroht, den mordlüsternen Helghast. Vor jeder Mission wählt der Spieler einen der vier Charaktere (Kämpfer, Spion, Anführer, Scharfschütze) mit jeweils individuellen Fähigkeiten. So ballert der bullige Jan Templar als Mann fürs Grobe mit einem Maschinengewehr um sich; die zierliche Stealth-Expertin Luger hingegen erlegt ihre Feinde per schallgedämpftem Sniper Rifle aus der Distanz und bleibt unentdeckt. Pro Charakter sind zudem zwei individuelle Nahangriffe möglich, etwa ein Knock-out-Schlag via Gewehrkolben.
Neben der Standardwaffe wird man zwei weitere Schießprügel einsetzen dürfen. Insgesamt wartet "Killzone" mit nicht weniger als 21 realistischen Waffen auf - Laser- und Plasmakanonen sind Fehlanzeige. Mit den Sekundärfunktionen aktiviert man alternative Feuermodi (zum Beispiel Granaten) oder zoomt an seine Gegner heran. Darüber hinaus stößt man in den insgesamt 26 Level regelmäßig auf Geschütztürme, die man gegen die Hellghast einsetzt. Unterschiedliche Trefferzonen verleihen den Schusswechseln die richtige Prise Taktik - zielt der Spieler beispielsweise auf den Kopf des Gegners, reicht eine Kugel aus, um ihn zu eliminieren. Sinkt der automatisch regenerierende Schutzschild der Spielerfigur auf einen bedrohlichen Tiefstand, sucht man die nächste Krankenstation auf. Ähnlich wie in Taktik-Shootern à la "Rainbow Six 3" ist man fast die gesamte Spieldauer über Teil einer vierköpfigen Gruppe. Die "Killzone"-Kameraden agieren komplett eigenständig: Sie feuern bei Sichtkontakt auf die Widersacher, decken an strategisch wichtigen Positionen die Flanken und geben Rückendeckung. Wie gut die künstliche Intelligenz von Freund und Feind sein wird, lässt sich noch nicht abschätzen. Laut Entwickler Guerilla Games sollen sich sowohl die Gegner als auch das eigene Squad sehr lebensecht verhalten. Fahrzeuge, die man allein oder im Team nutzt, wird es nicht geben. Es rollen zwar Panzer über die Schlachtfelder oder brausen futuristische Fluggleiter über einen hinweg, dass man selbst einsteigt, ist aber nicht vorgesehen.
Neben der umfangreichen Solokampagne wird auch ein Onlinemodus für bis zu zwölf Teilnehmer dabei sein; Details hierzu werden während der E3 bekannt gegeben. Die brillante Grafik und die beklemmende Schlachtenatmosphäre von "Killzone" rechtfertigen den Hype im Vorfeld: Abwechslungsreiche Schauplätze, knackig scharfe Texturen, eine Bildrate mit konstanten 30 Bildern pro Sekunde und Spezialeffekte im Überfluss bringen die PlayStation 2 an ihre Leistungsgrenze. Im fertigen Spiel sollen zudem cineastische Zwischensequenzen die Handlung um die vier ISA-Kämpfer vorantreiben und auf diese Weise Identifikation mit den Spielfiguren schaffen. Auch die Soundeffekte und die vornehmlich aus epischen Streicherstücken bestehende Musikuntermalung sollen neue Maßstäbe setzen. Die deutsche Version wird komplett lokalisiert und Surround-Sound unterstützen, als Veröffentlichungstermin peilt der Publisher Sony Computer Entertainment den Oktober dieses Jahres an.