BzKJ-Zukunftswerkstatt über sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in Games
Bei der Zukunftswerkstatt-Veranstaltung der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) befassten sich Expert:innen mit Mechanismen und Funktionen von Online-Spielen, die sexuelle Gewalt und Belästigung ermöglichen.
Am gestrigen 7. September fand in Berlin eine Zukunftswerkstatt-Veranstaltung der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) statt. Knapp 100 Expert:innen aus den unterschiedlichsten Disziplinen befassten sich in der Fachveranstaltung mit Mechanismen und Funktionen von Online-Spielen und Social-Gaming-Diensten, die sexuelle Gewalt und Belästigung ermöglichen. Die Perspektive betroffener Kinder und Jugendlicher stand im Vordergrund, ebenso wie Anforderungen an unterstützende Maßnahmen.
Thomas Salzmann, stellvertretender Direktor der BzKJ: "Digitale Spiele sind Teil der Lebenswelt vieler junger Menschen. Es darf hier keine schutzfreien Räume geben. Wir müssen gewährleisten, dass Kinder und Jugendliche ihrem Alter und ihrer Entwicklung entsprechend spielen und sich in der digitalen Welt bewegen können. Sie haben das Recht auf eine Kindheit und Jugend, in der sie vor Gewalt und sexueller Belästigung geschützt sind."
In einem Workshop ging es dann um Vorsorgemaßnahmen gegen sexualisierte Kommunikation in Game-Chats und deren Auswirkung auf die Altersfreigaben von Games. Außerdem wurden Vorsorgemaßnahmen diskutiert, die jungen Spieler:innen bei Formen sexueller Gewalt und Belästigung auf den Plattformen "Roblox" und "Twitch" zur Verfügung stehen.
Isabell Rausch-Jarolimek, zuständige Referatsleiterin in der BzKJ: "Es ist großartig, wie engagiert sich alle Beteiligten in die heutigen Diskussionen eingebracht haben. Der dialogische Ansatz der Zukunftswerkstatt ist ein großer Gewinn für den Kinder- und Jugendmedienschutz. Wichtig ist nun, dass Maßnahmen zum Schutz von jungen Menschen auch umgesetzt werden. Hier sind die Anbieter in der Verantwortung. Wer Angebote auf Kinder und Jugendliche ausrichtet und Geld mit dieser Zielgruppe verdient, der trägt auch Verantwortung dafür, dass sie nicht zu Schaden kommen."