Hoffnung auf steigende Umsätze in den kommenden Monaten macht die Konsumklimastudie der GfK für den Monat April. Insbesondere für die Anschaffungsneigung der Bundesbürger verzeichneten die Marktanalytiker weiterhin einen Aufwärtstrend.

Laut GfK-Konsumklimastudie für den Monat April sind die Bundesbürger nach lange gehegter Konsumzurückhaltung wieder stärker geneigt, in den kommenden Wochen und Monaten größere Anschaffungen zu tätigen. Die Hoffnung auf steigende Umsätze nährt vor allem die Anschaffungsneigung, die nach einem Plus von 7,6 Punkten im März erneut um 15 Punkte zulegen konnte. Mit 34,5 Punkten liegt der Indikator nur um vier Punkte unter dem höchsten Wert seit der Wiedervereinigung, der im April 1999 verzeichnet wurde.

Angetrieben wird die positivere Konsumhaltung vor allem von den Konjunkturaussichten. Nach einer leichten Delle im März äußerten sich die Verbraucher für den April wieder deutlich optimistischer, was die gesamtwirtschaftliche Entwicklung angeht. Mit 22,2 Punkten liegt der Indikator um 37,8 Punkte über dem Vergleichswert aus dem April 2005. Pessimistischer ist da schon die Erwartung an die eigene Einkommensentwicklung. Offenbar rechnen die Verbraucher in absehbarer Zeit nicht damit, dass sich die positivere Stimmung auf den eigenen Geldbeutel auswirkt. Der leichte Aufwärtstrend aus den Vormonaten konnte mit einem Minus von 1,5 Punkten jedenfalls nicht beibehalten werden. Mit einem Wert von minus 0,5 liegt der Indikator in etwa auf Vorjahresniveau und nur leicht unter dem langfristigen Mittel von null.

Aufgrund der Ergebnisse prognostiziert die GfK nach revidierten 5,3 Punkten für das Gesamtkonsumklima im April nun für den Monat Mai einen Wert von 5,5 Punkten. Vergleichbar optimistisch waren die Verbraucher zuletzt Ende 2001. Jedoch wird der Aufschwung nur anhalten, wenn die Binnennachfrage nachhaltig anzieht und die Situation am Arbeitsmarkt verbessert werden kann, so die GfK.

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By Stephan Steininger 2 min read