Konsumklima: Arbeitslosigkeit verunsichert Verbraucher
Mit mehr Skepsis sehen die deutschen Verbraucher die allgemeine Wirtschaftsentwicklung sowie die eigene materielle Zukunft. Verantwortlich dafür sei die hohe Arbeitslosigkeit, wie die Gesellschaft für Konsumforschung mitteilte.
Die deutschen Verbaucher schauen wieder mit mehr Skepsis in die Zukunft. Vor allem die hohen Arbeitslosenzahlen nach der Zusammenlegung von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe haben für Unsicherheit gesorgt, teilte die Gesellschaft für Konsumforschung mit. Anhand der Konsumklimastudie belegen die Nürnberger Marktforscher, dass insbesondere die eigene materielle Zukunft vielfach mit Sorge betrachtet wird.
Die Indikatoren für die Konjunktur sowie die Entwicklung des eigenen Einkommens verloren im März zum zweiten Mal in Folge. So büßte die Konjunkturerwartung nach einem Rückgang von gut sieben Punkten im Februar erneut rund fünf Punkte ein und liegt nun bei minus 18,2 Punkten. Der langjährige Mittelwert von null sei damit in weite Ferne gerückt, so die GfK. Den Bundesbürgern fehle es allen Reformbestrebungen zum Trotz am Glauben, dass es mit der Wirtschaft wieder aufwärtsgehen könnte. Daher gab auch der Indikator für die Einkommensentwicklung um 5,9 Punkte nach. Die Anschaffungsneigung blieb hingegen im Vergleich zum Februar nahezu unverändert bei minus 12,3 Punkten. Einziger Lichtblick ist der Gesamtwert für das Konsumklima. Nach revidierten 4,9 Punkten für den Februar prognostiziert die GfK für den März einen Wert von 5,2 Punkten.
Mit ihren zurückhaltenden Angaben sind die Privathaushalte in guter Gesellschaft. Auch die Unternehmen schätzen laut ifo-Index für den März die allgemeine Wirtschaftslage sowie die eigenen Geschäftsausichten ungünstiger ein als noch im Vormonat.