LAC 2001: IT für Deutsche immer wichtiger
Immer mehr Deutsche interessieren sich in hohem Maße für Informationstechnologie. Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren der Studie LAC/2001. Diese Leseranalyse gilt als Trendbarometer für das Konsumverhalten in der Bundesrepublik, was den geplanten Kauf von IT-Produkten betrifft.
Informationstechnologie ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Das hat die Leseranalyse Computerpresse LAC/2001 ergeben.
Demnach begeistern sich bereits 25,6 Prozent der in der Bundesrepublik lebenden Menschen beispielsweise für Computer, EDV, Software, Internetangebote und Zubehör. Die Zahl der sogar außerordentlich an IT interessierten Personen ist in den vergangenen zwei Jahren von 13,5 auf 16,3 Millionen gestiegen. Diese sind bereits gut mit Geräten, Programmen und Diensten ausgestattet.
Im Softwarebereich hat die im Auftrag von 14 Verlagen durchgeführte LAC ergeben, dass etwa 11,5 Millionen der insgesamt 16,3 außerordentlich oder sehr an IT interessierten Deutschen Spiele besitzen. Damit führen Games den Softwarebereich vor Multimedia-/Bild- und Grafiksoftware (9,6 Mio. Interessierte) an. Es folgen Lernprogramme und Lexika, die jeweils rund 7,5 Millionen IT-Begeisterte zu ihrem Besitz zählen. Damit nicht genug. In den nächsten zwölf Monaten planen 2,2 Millionen Deutsche den Erwerb von Spielen. 3,8 Millionen IT-Interessierte wollen sich Multimedia-/Bild- und Grafiksoftware kaufen, und 1,3 Millionen liebäugeln damit, Geld für Lernprogramme auszugeben.
Insgesamt liefert die LAC 2001 für 223 IT-Produkte Daten über Bestände und geplante Anschaffungen in deutschen Haushalten. Die Ergebnisse der Leseranalyse helfen Unternehmen, Aktionen für Zielgruppen und Endkunden, zum Beispiel Marketingkampagnen, zu planen, so der Studienbericht. Im vergangenen Jahr belief sich das Marktvolumen in den Segmenten Computer- und Telekommunikationsprodukte bereits auf 320 Milliarden Mark. Für einzelne Segmente des IT-Markts hat die von Infratest Burke InCom, MMA und TNS Emnid durchgeführte LAC-Umfrage Folgendes ergeben: Im Vergleich zum Jahr 2000 rechnet man für dieses Jahr im Bereich Hardware mit einem Zuwachs von 45,9 Prozent. Softwareprodukte und -lizenzen belegen mit 29 Prozent den zweiten, das Softwareprojektgeschäft mit 19,1 Prozent den dritten Platz.
Vor dem Kauf eines Produkts informieren sich die Deutschen am liebsten in IT-Zeitungen und -Zeitschriften. Gespräche mit erfahrenen Benutzern folgen an zweiter Stelle. Die Hälfte der insgesamt 14.167 für die Studie befragten Personen gaben an, sich das nötige Wissen vor dem Produkterwerb über Onlinedienste anzueignen. Ebenfalls 50 Prozent nutzen dafür den Fachhandel. Dort geben die Deutschen dann auch gern das Geld für die Produkte aus: 8,3 Millionen der sehr oder außerordentlich an IT Interessierten kaufen in Fachmärkten oder Computershops ein. Das Internet wird von 1,5 Millionen Menschen zum Bestellen genutzt. Nur 200.000 IT-Fans weniger erwerben entsprechende Produkte über den Versandhandel. Als wichtigste Einkaufskriterien haben die Befragten der Studie Zuverlässigkeit, Preis-/Leistungsverhältnis und den Preis genannt.
Die Analyse kann im Internet unter der Adresse www.lac.de eingesehen werden.