Zu viel Gewalt und obendrein kein Allgemeingut, sondern in der Hand von Privatkonzernen. Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen führt Argumente ins Feld, warum er in eSport keinen Sport sieht. Ein offizielle Anerkennung ist aus Sicht des LSB NRW daher nicht zu begrüßen. Allerdings fordert er auch eine Auseindersetzung mit der Frage, wie man eSport trotzdem in die Jungend- und Verbandsarbeit einbringen kann.

Eindeutig kein Sport! Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen formuliert eine klare Ablehnung in Sachen Anerkennung von eSport. "Natürlich gehen wir davon aus, dass sich die überwiegend kommerziellen Formen von eSport langfristig weiter etablieren werden, denn am Ende entscheiden nicht Sportverbände, was vor allem junge Menschen für Sport halten. Doch bei Computer-Simulationen, die häufig mit den ethischen Werten des Sports unvereinbar sind, lassen sich eben keine sportartenbestimmenden körperlichen Aktivitäten erkennen", so LSB-Vorstand Ilja Waßenhoven.

Der Landessportbund NRW begründet seine ablehnende Haltung in einem Positionspapier in erster Linie anhand von zwei Argumenten: "Die brutale und explizite Darstellung von Tötungsgewalt" in vielen Spielen. Außerdem sind Games, im Gegensatz zu Sportarten, kein Allgemeingut, sondern in der Hand von privaten Konzernen. Diese wachen über Ausübung, Regelwerk und Nutzungslizenzen für ihre Spiele. Eine Anerkennung von eSport als Sport sei daher aus Sich des Landessportbund abzulehnen. "Gleichzeitig forderte der LSB NRW insbesondere die Akteure im Kinder- und Jugendsport zur Auseinandersetzung mit der Frage auf, inwieweit eSport-Wettbewerbe als außersportliche Jugendarbeit Eingang in Sportvereine und -verbände finden könnten", so die Erklärung.

Der LSB NRW folgt damit der Argumentationslinie beispielsweise des DFB, der eine Anerkennung ebenfalls .

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