Lanning zieht sich aus Gamesgeschäft zurück
Lorne Lanning, Gründer und Geschäftsführer von Oddworld Inhabitants, hat das US-Studio geschlossen und will sich aus dem Gamesgeschäft zurückziehen. Künftig will Lanning computeranimierte TV- und Kinofilme produzieren.
"Oddworld: Strangers Vergeltung" war das letzte Spiel von Oddworld Inhabitants. Wie Unternehmensgründer und Geschäftsführer Lorne Lanning in einem Interview mit "The Hollywood Reporter" bestätigte, wurde das kalifornische 60-Mann-Studio geschlossen. Aus der Spieleproduktion will sich Lanning komplett zurückziehen und künftig im Filmbusiness aktiv werden. Mit einem neuen Unternehmen will Lanning computeranimierte Filme für TV und Kino produzieren.
Rückblickend lässt Lanning wenig Gutes an der Gamesbranche. Frustriert äußerte er sich im Interview über die Arbeitsbedinungen für unabhängige Entwickler. Derzeit müssten sich die Studios auf Gedeih und Verderb an einen Publisher binden, um ein ambitioniertes Projekt fertig stellen zu können. Darunter leide die kreative Arbeit. Vielfach scheiterten neue Ideen am Sicherheitsdenken der Publisher. Um das Risiko gestiegener Produktionskosten zu minimieren, würden bevorzugt Nachfolger bekannter Brands finanziert. Auch das Entwickler ihre Marken- und Urheberrechte an die Publisher abtreten müssen, kritisierte Lanning.