Lücken im Jugendschutzrecht schließen
Auf einer Podiumsdiskussion forderte die hessische Sozialministerin Marlies Mosiek-Urbahn (CDU) ein Verbot von Computerspielen, in denen systematisches Töten simuliert wird.
Auf einer Podiumsdiskussion zum Thema "Gewalt in den Medien" forderte die hessische Sozialministerin Marlies Mosiek-Urbahn (CDU) ein Verbot von Computerspielen, in denen das systematische Töten von Menschen simuliert wird. Vor solchen gewaltverherrlichenden Produkten, die nicht selten rechtsradikales Gedankengut enthielten, sollten Jugendliche geschützt werden, so die Sozialministerin. Nachdem sich bereits im Frühjahr dieses Jahres der Bundesrat auf Initiative von Bayern und Hessen für eine solche Maßnahme ausgesprochen hatte, sei nun die Bundesregierung am Zug. Durch ein Verbot und die Einführung einer Alterskennzeichnung für Computerspiele würden Lücken im Jugendschutzrecht geschlossen. Eine Verbesserung und Vereinheitlichung des Jugendschutzes wäre insbesondere angesichts der rasanten Entwicklung im Medienbereich und der Zunahme von Gewaltdarstellungen angebracht. Dafür müsse der gesetzliche Rahmen konkretisiert und der Jugendmedienschutz effektiver werden, so Mosiek-Urbahn.