Es wird viel geredet über "Medal of Honor: Allied Assault"; ein Zeichen für erfolgreiches Marketing. Dabei war der Weg, den Electronic Arts einschlug, um einen expliziten Hardcore-Gamer Titel auch an den Mann zu bringen, denkbar einfach: das Internet.

Electronic Arts setzte in seiner auf das Internet ausgerichteten Kampagnenplanung auf ein Drei-Phasen-Modell. In der bereits abgeschlossenen Phase eins wurden Hardcorespieler für das Spiel interessiert. Mit Video-Teasern auf Fanseiten konnten im Zeitraum Mai bis Dezember 2001 hunderttausende Downloads von Ingame-Videos generiert werden. Außerdem wurde das Interesse durch eine eigene Website mit Artwork und Informationen zum Spiel und dessen Entwicklern geweckt. Besondere Features sind hier die "Developers Diaries", die Tagebücher der Entwickler.

Phase zwei steht unter dem Motto: "Produktqualität beweisen". In dieser Phase, Januar und Februar 2002, wurden leicht entschärfte Single- und Multiplayer-Demos auf Fan- und Gamer-Seiten ins Netz gestellt. Zusätzlich wurde die Singleplayer-Demo über Covermounts bekannter Spielemagazine mit einer Gesamtauflage von 470.000 verbreitet. Aufwändige PR-Events stimmten die Pressevertreter in dieser Zeit auf den Titel ein. Außerdem wurde die Internetpräsenz mit deutschen Fanseiten verstärkt. Die erwünschte Wirkung blieb nicht aus. So haben Zeitschriften und Internetseiten ausführlichst über "Medal of Honor: Allied Assault" berichtet. Mit mehreren Ehrungen und zahlreichen Bewertungen über 80% wurde die Qualität des Titels eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

In Phase drei, kurz vor dem Release am 22. Februar, soll die breitere Öffentlichkeit mit Werbung in auflagenstarken Game-Magazinen angesprochen werden. Print- und Online-Anzeigen werden in der Spielepresse und in Musikmagazinen geschaltet. Des Weiteren soll kurz vor VÖ die Präsenz auf der Website der Computersendung Giga verstärkt werden.

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