Medien nicht für Gewaltakte verantwortlich
Erziehung und gesellschaftliches Umfeld prägen nach Ansicht des Leipziger Medienwissenschaftlers Professor Werner Früh die Gewaltbereitschaft eines Menschen stärker als Medien.
"Wenn man ein paar Videospiele verbietet, sei die Welt wieder in Ordnung - diese Annahme ist falsch", sagte Werner Früh, Professor an der Universität Leipzig gegenüber der Presse bei der Vorstellung seiner Studie. Weniger Gewalt in den Medien hat keinen Einfluss auf individuelle Gewalttaten und Amokläufe, so das Fazit seiner Untersuchungen. Wie diverse andere Studien belegen, wird die Haltung zu Gewalt vor allem vom Erziehungsstil der Eltern sowie vom sozialen Umfeld geprägt. Medien sind als Einflussfaktor nachrangig. "Eine einzige TV-Sendung macht noch keinen normal sozialisierten Menschen zum Mörder", sagte Früh.