Medion: Ausland hui, Inland pfui
Der Essener Elektronikkonzern Medion hat das testierte Ergebnis für das Geschäftsjahr 2004 vorgelegt. Wie schon durch die vorläufigen Zahlen Ende Februar angedeutet, bremste vor allem die schwache Inlandsnachfrage das Unternehmen aus.
Der Geschäftsbericht von Medion Electronic für das am 31. Dezember beendete Geschäftsjahr 2004 zeigt die Besonderheiten des deutschen Marktes auf. Während der Elektronikkonzern Umsatz und Gewinn aus dem Auslandsgeschäft weiter steigern konnte, bremste die schwache Inlandsnachfrage die Essener aus. Dabei reichte der Zuwachs im Ausland allerdings nicht aus, um die rückläufigen Bestellmengen in Deutschland zu kompensieren. Von 2,924 auf 2,624 Mrd. Euro sank daher der Umsatz aus dem vergangenen Geschäftsjahr. Um 6,5 Prozentpunkte auf jetzt 41 Prozent am Konzernumsatz erhöhte sich der Anteil im Ausland erzielter Umsätze. Einen deutlichen Einbruch verbuchte Medion beim Konzernüberschuss: Der Gewinn ging von 103,1 Mio. auf nunmehr 50,7 Mio. Euro zurück.
Den Rückschlägen zum Trotz wird Medion auch in diesem Jahr eine Dividende auszahlen. Management und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung eine Dividendenzahlung von 55 Euro-Cent je Aktie vorschlagen. Aufgrund der Unwägbarkeiten bei der Konjunkturentwicklung sowohl in Deutschland als auch in den europäischen Märkten gibt Medion derzeit keine Prognose für das laufende Geschäftsjahr aus. Es sei zu diesem frühen Zeitpunkt nicht möglich, eine verlässliche Einschätzung abzugeben.