Medion: Im Ausland auf dem Vormarsch
Die ungünstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen in Deutschland verhagelten dem Essener Medion-Konzern die Neunmonatsbilanz. Im Ausland konnte man aber weiterhin stark wachsen.
Der Essener Elektronikkonzern Medion Electronic hat die Kennzahlen für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Demnach betrug der Konzernumsatz zum 30. September 1,557 Mrd. Euro, was einem Wachstum von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das EBIT erreichte mit 61,4 Mio. nicht den Vorjahreswert von 85,3 Mio. Euro. Verantwortlich hierfür seien vor allem die ungünstigen konjunkturellen Rahmenbedingungen in Deutschland. Zusätzlich sorgten der anhaltende Preisverfall und der Margendruck hierzulande dafür, dass der Inlandsumsatz von 961,7 Mio. auf 910,3 Mio. Euro sank. Auch für die kommenden Monate erwartet Medion ein rückläufiges Deutschlandgeschäft.
Erfolgreicher war man hingegen im Ausland. Besonders den europäischen Märkten ist es zu verdanken, dass inzwischen 41,6 Prozent des Gesamtumsatzes im Ausland generiert wird. Hier verzeichnete man im Jahresvergleich ein Wachstum von 21,2 Prozent auf 579,2 Mio. Euro. In den Vereinigten Staaten ist Medion dank einer erfolgreichen Back-to-School-Kampagne auf dem Vormarsch. Von 9,7 auf 15,6 Mio. Euro wurde der US-Umsatz in den ersten neun Monaten gesteigert.
Ein Wachstum wird für die kommenden Monate weiterhin vor allem im Ausland erwartet. Der schwächelnde Heimatmarkt bremst allerdings die Umsatzentwicklung im Gesamtjahr aus. Zwischen 2,5 und 2,6 Mrd. Euro Umsatz prognostiziert das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2004. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei gut 2,9 Mrd. Das EBIT soll sich zum Jahresende zwischen 95 und 105 Mio. Euro einpendeln (Vorjahr: 179,9 Mio.).