Zwar stieg der Microsoft-Umsatz im dritten Quartal um 13 Prozent an, die Börsianer dankten dem Konzern den Zuwachs jedoch nicht. Das Geschäft mit Xbox 360 gewinnt derweil an Schwung und auch die Planungen für ein Microsoft-Handheld werden offenbar konkreter.

Microsoft hat die Geschäftszahlen für das am 31. März beendete dritte Geschäftsjahresquartal vorgelegt. Demnach konnte der Softwarekonzern die Kennzahlen in allen wichtigen Bereichen steigern. Der Konzernumsatz stieg im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 10,90 Mrd. Dollar an. Operativ wurden mit 3,89 Mrd. Dollar 17 Prozent mehr verdient als 2005 und der Nettogewinn stieg von 2,56 Mrd. auf 2,98 Mrd. Dollar oder 29 US-Cent je Aktie an. Die Börse dankte dem Konzern die positive Entwicklung nicht. Weil im Vorfeld bessere Ergebnisse erwartet wurden, geriet der Kurs an der New Yorker Börse unter Druck und verlor zeitweise sechs Prozent.

Zu den Gewinnern der zurückliegenden drei Monate zählt die Home & Entertainment Division, in der auch das Geschäft mit Xbox 360 und PC-Spielen beheimatet ist. Um 80 Prozent von 571 Mio. auf 1,056 Mrd. Dollar ließ der Konsolenstart im vergangenen Winter den Umsatz anwachsen. Da Microsoft Xbox 360 derzeit noch unter Selbstkosten verkaufen muss, stiegen aber auch die Verluste. Nach 175 Mio. im Vorjahr betrug das operative Minus im dritten Quartal 388 Mio. Dollar. Nach den ersten neun Monaten häufte die Spieledivision bei 3,118 Mrd. Dollar Umsatz einen operativen Verlust in Höhe von 848 Mio. Dollar auf.

Derweil nehmen die Planungen Microsofts zu eigenen Handheld-Geräten offenbar konkretere Formen an. CEO Steve Ballmer unterstrich im Interview mit der "Welt" die Bereitschaft von Microsoft, das Engagement im Hardwaremarkt auszubauen: "Wir hatten bisher zwar gedacht, die Spielekonsole sei eher die Ausnahme, nicht die Regel. Aber Microsoft ist zunehmend offener für Ausnahmen geworden", so Ballmer. Chancen sieht der Konzernlenker dabei vor allem in integrierten Geräten, die mehrere Aufgaben erfüllen: "Bei tragbaren Geräten wird sich in den nächsten Jahren noch sehr viel tun. Wer will schon auf Dauer verschiedene Apparate zum Musikhören, Spielen, Fotografieren oder Kommunizieren herumtragen. Ein kleines, integriertes Gerät wird viele verschiedene Funktionen beherrschen. Wir werden bei der Entwicklung ganz sicher nicht an der Außenlinie stehen."

Bis es soweit ist, konzentriert sich Microsoft aber auf das angestammte Terrain. Für das laufende vierte Quartal mit Ende 30. Juni werden bei Umsätzen zwischen 11,5 und 11,7 Mrd. Dollar bis zu 30 US-Cent Gewinn je Aktie in Aussicht gestellt. Das Gesamtjahr soll bei 49,5 bis 50 Mrd. Dollar Umsatz und mit einem Gewinn je Aktie zwischen 1,36 und 1,41 Dollar beendet werden.

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Bär, Klingbeil, Steinmeier: Live Stream of Openings of Gamescom and Gamescom Congress
Frank-Walter Steinmeier, Dorothee Bär and Lars Klingbeil (from Left; Pictures: Steffen Prößdorf; Sandra Krafft; Bundesregierung/Steffen Kugler)

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By Stephan Steininger 2 min read