Microsoft: Sonderzahlungen belasten Ergebnis
Das 3. Geschäftsjahresquartal hat Microsoft ein 17-prozentiges Umsatzplus und ein Minus von 38 Prozent beim Nettogewinn beschert. Vergleichszahlungen an Sun Microsystems und die Strafzahlungen an die Europäische Union drückten den Gewinn deutlich. Das Geschäft mit Xbox legte um 35 Prozent zu.
Softwareriese Microsoft hat das 3. Quartal, das am 31. März endete, mit einem deutlichen Umsatzzuwachs und einem ebenso deutlichen Rückgang beim Nettogewinn abgeschlossen. Aufgrund der weiter ansteigenden Nachfrage bei PC-Systemen mit Windows-Betriebssystemen stieg der Umsatz um 17 Prozent - von 7,84 Mrd. Dollar im Vorjahr auf 9,18 Mrd. Dollar. Andererseits sank der Nettogewinn von 2,14 Mrd. Dollar um 38 Prozent auf 1,32 Mrd. Dollar oder 0,12 US-Cent je Aktie. Einmalige Sonderbelastungen seien verantwortlich für den Rückgang. So zahlte Microsoft allein 1,92 Mrd. Dollar an den Konkurrenten Sun Microsystems, um den seit Jahren geführten Rechtsstreit zu beendet. Zudem musste der Konzern die von der Europäischen Kommission verhängte Strafzahlung in Höhe von 497 Mio. Euro leisten. Die Home & Entertainment-Division, in der auch das Geschäft mit Xbox beheimatet ist, realisierte im 3. Quartal ein Umsatzwachstum von 17 Prozent auf 530 Mio. Dollar. Allein die Umsätze mit Xbox sind gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent gestiegen. Trotz der guten Zahlen aus dem Konsolengeschäft operierte die Division aber im Minus. Ein Fehlbetrag von gut 209 Mio. Dollar blieb bei H&E nach Ende des 3. Quartals. Für das 4. Quartal erwartet Microsoft eine stabile Umsatzentwicklung mit einem Ergebnis zwischen 8,9 und 9 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn soll dann auch wieder im gewohnten Rahmen von 23 US-Cent je Aktie liegen.