Das Berufungsgericht des District of Columbia hat die gerichtlich angeordnete Zerschlagung des Microsoft-Konzerns widerrufen.

Der Microsoft-Konzern wird nicht zerschlagen. Der in erster Instanz gefällte Richterspruch unter Vorsitz des mittlerweile berühmt-berüchtigten Thomas Penfield Jackson ist damit hinfällig. Sieben Juroren des Berufungsgerichts des District of Columbia haben dem Urteil in erster Instanz zwar in Teilen zugestimmt, eine Zerschlagung des Konzerns kommt für die Richter allerdings nicht in Frage. Zustimmung fand unter anderem, dass Microsoft a) eine monopolähnliche Stellung für PC-Betriebssysteme einnehme und b) diese Stellung in manchen Fällen entgegen geltendem Recht ausgenutzt habe. Die Berufungsrichter verwiesen den Fall nunmehr wieder an eine untere Instanz. Unter anderem soll dort noch einmal genauestens überprüft werden, ob Microsoft seinen Internetbrowser rechtmäßig in die Betriebssysteme integrieren darf, oder ob dies einer Ausnutzung der Monopolstellung gleichkommt. Diese Entscheidung könnte Microsoft einige Schwierigkeiten bei der Implementierung des neuen Windows-Betriebssystems "Windows XP" bereiten.

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