Midway: Der Redstone-Effekt greift
Nach der Übernahme Midways durch Sumner Redstone befindet sich der US-Publisher auf dem Weg der Besserung. Zwar konnten auch die Redstone-Vertrauten im Vorstand nicht auf Anhieb Gewinne erzielen, die Bilanzsituation hat sich gegenüber dem Vorjahr jedoch merklich entspannt.
Midway Games hat das dritte Quartal mit Ende 30. September bilanziert. Nach der Übernahme des US-Publishers durch Sumner Redstone, CEO des US-Medienkonzerns Viacom, konnten zwar nicht auf Anhieb Gewinne erzielt werden, die Bilanzsituation hat sich gegenüber dem Vorjahr aber deutlich entspannt. Der Umsatz legte im dritten Quartal um 47 Prozent auf 17 Mio. Dollar zu. Dabei konnte der Quartalsverlust um fast zehn Mio. auf 13,9 Mio. Dollar verringert werden. Für die ersten neun Monate des Jahres stehen 84,4 Mio. Dollar Umsatz (Vorjahr: 62,4 Mio.) und ein Nettoverlust von 37,6 Mio. Dollar zu Buche. Im Vorjahr betrug der Verlust zu diesem Zeitpunkt bereits 87,5 Mio. Dollar.
Mit "Mortal Kombat: Deception" soll nun im vierten Quartal die Trendwende eingeleitet werden. Erstmals seit dem Dezember 1999 will Midway zum Ende dieses Jahres einen Quartalsgewinn ausweisen. Auf 17,5 Mio. Dollar soll sich das Plus zum Stichtag 31. Dezember belaufen. Für das Gesamtjahr erwartete die Unternehmensführung Umsätze von 162 Mio. Dollar - 75 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettoverlust soll sich auf 20 Mio. Dollar belaufen. 2003 klaffte hier noch ein Loch von gut 95 Mio. Dollar in der Bilanz.