Midway investiert in schweren Zeiten
Midway Games nutzt den Generationenwechsel im Konsolenbusiness, um sich mit hohen Investitionen in eine gute Startposition im Next-Gen-Geschäft zu bringen. Entsprechend schrieb der US-Publisher im beendeten Geschäftsjahr rote Zahlen.
Midway Games investiert in die Zukunft. Mit hohen Ausgaben in Forschung und Entwicklung will der US-Publisher den Übergang im Konsolenbusiness nutzen, um in eine gute Ausgangsposition im Next-Gen-Geschäft zu kommen. Entsprechend fallen die Geschäftszahlen für das am 31. Dezember beendete vierte Quartal und das Geschäftsjahr aus. Weil weniger Titel als im Vorjahr veröffentlicht wurden, sank der Umsatz im Weihnachtsquartal um 9,6 Prozent auf 69,8 Mio. Dollar. Dabei verbuchte Midway einen Nettoverlust von 36,3 Mio. Dollar. Im Vorjahr wurden noch 11,7 Mio. Dollar verdient. Erfolgreichster Titel war die Football-Simulation "Blitz: The League". Zudem wurde mit Midway France eine neue Niederlassung eröffnet.
Die Investitionen der vergangenen Monate schlugen sich vor allem im Gesamtgeschäftsjahr nieder. Bei 150,1 Mio. Dollar Umsatz (-7,1 Prozent) schrieb Midway Games 112,5 Mio. Dollar Verlust (Vorjahr: -19,9 Mio.). Neben der Gründung von Midway France wurde vor allem in die Produktentwicklung investiert und die internen Entwicklungskapazitäten aufgestockt. Midway-CEO David F. Zucker ist sicher, dass sich die Investitionen in den kommenden Monaten und Jahren auszahlen werden: "Wir halten an unserem Ziel fest, mit der neuen Konsolengeneration in die Topriege der internationalen Publisher aufzusteigen."
Kurzfristig werden keine signifikanten Steigerungen erwartet. Für den Dreimonatszeitraum bis Ende März werden 22 Mio. Dollar Verlust bei 13 Mio. Umsatz prognostiziert. Der Aufschwung soll sich dann mit Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2006 zunächst zaghaft bemerkbar machen. Bei um drei Prozent auf 155 Mio. Dollar angestiegenen Umsätzen erwartet Midway 66 Mio. Dollar Verlust.