MMI von SCED enttäuscht - Manfred Gerdes, GF SCED, nimmt Stellung
Die Verbundgruppe MultiMedia Independent Handelspartner (MMI) hat sich in einem offiziellen Schreiben von der Informationspolitik von Sony Computer Entertainment Deutschland (SCED) enttäuscht gezeigt. Der Verband vertritt die Ansicht, dass sich Händler zurzeit nicht am PlayStation-2-Konzept der Neu-Isenburger orientieren könnten.
Laut Angabe der Verbundgruppe herrsche im Handel inzwischen eine tiefgehende Enttäuschung darüber, dass bislang keine stichhaltigen Angaben gemacht wurden, wie und zu welchen Bedingungen die PlayStation 2 auf den Markt gebracht werden soll. "In der letzten Zeit häufen sich gerade bei uns Anfragen selbst aus den äußeren Regionen des deutschsprachigen Raumes, in der Hoffnung, dass wir als einer der größten Händler-Verbunde im E-Games-Bereich doch nähere Informationen haben könnten", bekundet Jörg Knief, MMI-Vorstand und Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Verbundgruppe. Der MMI appelliert nun an SCED, im Interesse aller Fachhändler schnellstmöglich für eine eindeutige und nachvollziehbare Informationspolitik zu sorgen.
Manfred Gerdes, Geschäftsführer von SCED, bezog kurz nach der Veröffentlichung des Schreibens Stellung: "Zunächst haben wir mit großer Überraschung die MMI-Pressemitteilung gelesen. Wir können nicht nachvollziehen, warum die MMI glaubt, sich um Angelegenheiten zwischen SCED und den direkt mit uns in Geschäftsbeziehung stehenden Fachhändlern kümmern zu müssen. Sony CED hat sowohl mit allen UE- und Spielwaren-Kooperationen als auch Key-Account-Kunden Gespräche geführt. Hier haben wir unsere Vorstellungen über die Markteinführung von PSone und der PS 2 präsentiert und mit dem Handel abgestimmt." Bis zum Launch der PlayStation 2 sind es noch fast drei Monate - aus strategischen und taktischen Gründen werden wir nicht frühzeitig unser Konzept öffentlich darstellen, so Gerdes weiter. Alle Vorwürfe und Unterstellungen, die in der Pressemitteilung von MMI geäußert werden, würden jeder sachlichen Grundlage entbehren und sind nur als spekulativ zu betrachten, da SCED schon seit Monaten keinen direkten Kontakt mit der MMI habe. "Eine Terminvereinbarung mit uns hätte es auch getan!", so der SCED-Geschäftsführer.