Mobile Internetservices im Kommen
Laut einer Studie von Frost &Sullivan ist die mobile Telekommunikation der weltweit am schnellsten wachsende Markt und steht kurz vor einer Umsatzexplosion. Neue Märkte erfordern jedoch auch neue Businessmodelle.
Ihre jüngste Studie über den europäischen Markt für Mobiltelefone leiteten die Marktforscher von Frost & Sullivan mit einem verheißungsvollen Satz ein: Man stehe vor einer regelrechten Umsatzexplosion. Im Jahr '99 noch auf 23,7 Mrd. Dollar beziffert, soll der Marktwert der Geräte bis 2006 auf 48,8 Mrd. Dollar klettern. Als einen der wichtigsten Wachstumsfaktoren nennt Frost & Sullivan die steigende Nachfrage nach einer ständigen drahtlosen Verbindung zum Internet, neuen Inhalten und Anwendungen. Vor allem der Einkauf über das Internet via Mobiltelefon werde zu einem verstärkten Absatz von mobilen Endgeräten führen. In der vergangenen Woche präsentierte sich in München mit Aventeon ein junges Start-up, das mit neuer Technologie die benutzerorientierte Integration von Internet- und Mobiltelefonanwendungen auf den Markt bringen, diesen sprengen und vor allem revolutionieren will. Auf Anbieterseite will Aventeon eine Brücke zwischen stationärem und mobilem Internet schlagen. Für den Handel soll eine Umsetzung des PC-Onlineservices auf mobile Endgeräte vereinfacht werden. Geplant sind personalisierte mobile Servicekanäle und Meta-Applikationen in Bereichen wie Entertainment, Information, M-Commerce, Banktransaktion oder Reservierungs- und Buchungssysteme.
Unterstützung erfahren sie dabei von der europäischen Initiative "European Mobile Services". Akteure wie Netzbetreiber, Handyhersteller, Medienunternehmen sowie politische und wissenschaftliche Institutionen planen gemeinsam am mobilen Zukunftsmarkt. Bei einer Paneldiskussion zwischen Aventeon-Gründern und H.-Burkhardt Ziermann, Geschäftsführer Mobilfunk der VIAG Interkom, wurden Marktaufgaben skizziert. Dabei erklärte Ziermann, dass die Businessmodelle im Bereich mobiles Internet erst definiert werden müssten. Die finanzielle Sicherung der Provider im Supply Chain Management, wie Content, Transport und Zugang sowie Service, müsste erst ausgearbeitet werden. Karel Dörner, CEO von Aventeon, unterstrich Ziermanns Darstellung: "Der Kuchen muss erst gebacken werden."