Die Europäische Kommission sichtet derzeit 9000 Seiten eines Berichts von Microsoft, mit denen das Unternehmen den Ausbau seiner Marktanteile für Betriebssysteme rechtfertigt.

Die Europäische Kommission prüft derzeit, ob gegen Microsoft vorgegangen werden muss. Das hat laut "Financial Times" EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti mitgeteilt. Die Kommission untersuche, ob Microsoft mit seinem Betriebssystem Windows seine Vormachtstellung auf dem PC-Markt missbrauche. Sie werfe dem US-Konzern vor, diese Macht möglicherweise zum Ausbau seiner Marktanteile für Betriebssysteme benutzt zu haben. Zunächst muss Montis Abteilung aber mehr als 9000 Seiten eines Berichts von Microsoft abschließend sichten, auf denen das Unternehmen sein Handeln rechtfertigt. In kürze soll es eine formale Anhörung von Microsoft in Brüssel geben. Ausgelöst wurden die Untersuchungen der Europäischen Kommission durch eine Beschwerde von Sun Microsystems. Das Unternehmen wirft Microsoft vor, wichtige technische Informationen zurückgehalten zu haben. PCs, die auf der Basis von Windows laufen, könnten nicht mit Sun-Servern verbunden werden.

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