HTC wird auf der CES 2023 im kommenden Januar ein neues AR/VR-Headset mit Flaggschiff-Ambitionen vorstellen. Mit dem Gerät wird sich das Unternehmen, nach dem vorübergehenden Ausstieg aus dem VR-Geschäft für Verbraucher:innen, um nicht mit subventionierten Headsets anderer Hersteller zu konkurrieren, wieder gezielt an Endkunden richten.

Am 5. Januar, um 19 Uhr, wird HTC auf der CES 2023 ein neues AR/VR-Headset für Verbraucher:innen vorstellen. Gegenüber The Verge versprach Shen Ye, Global Head of Product bei HTC ein kleines, leichtes All-in-One-Headset für Virtual- und Mixed-Reality. Das noch unbenannte Headset setzt auf ein "brillenähnliches Aussehen" mit nach vorne und zur Seite gerichteten Trackingkameras plus Tiefensensor. Nutzer:innen sollen das Headset für Gaming, Unterhaltung, Sport und "einige der leistungsstärkeren Anwendungsfälle" verwenden können, so Ye.

Die Akkulaufzeit des neuen HTC-Headsets beträgt bis zu zwei Stunden. Es unterstützt Controller mit sechs Freiheitsgraden sowie Hand-Tracking. The Verge ordnet es folgendermaßen ein: "Mit seiner Kombination aus virtueller und erweiterter Realität befindet sich das HTC-Headset in einer Reihe mit dem kürzlich veröffentlichten Quest Pro von Meta und dem noch nicht angekündigten AR/VR-Gerät von Apple." Das Headset soll wie die Quest Pro eine farbige Videodurchsicht (color passthrough) für Mixed-Reality-Anwendungen ermöglichen, die so ausgefeilt sein soll, dass man Text von einem Monitor oder einem Smartphone lesen könne. Damit würde es sich von der bisherigen Meta- und Pico-Konkurrenz abheben.

Grundsätzlich wird das Headset über Viveport eigenständige VR-Erlebnisse bieten, kann aber auch drahtlos oder via Kabel mit einem PC verbunden werden, um Desktop-Anwendungen nutzen zu können. Ye sagt, das Ziel sei es, eine breite Palette von Erfahrungen zu bieten.

Außerdem meint Ye, dass sich HTC durch Datenschutzversprechen von anderen Mitbewerber:innen abheben möchte. Er sagte: "Wir befinden uns in einer Zeit, in der VR-Headsets für Verbraucher:innen massiv von Unternehmen subventioniert werden, die versuchen, persönliche Daten abzusaugen und sie Werbetreibenden zur Verfügung zu stellen. Wir glauben nicht, dass der Weg, den wir gehen wollen, darin besteht, Kompromisse bei der Privatsphäre einzugehen."

Marcel Kleffmann

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Marcel Kleffmann is Chief of Content of GamesMarket and our B2B and B2C expert for hardware, market data, products and launch numbers with more than two decades of editorial experience.