Rupert Murdochs News Corp. sitzt auf gut 5,5 Mrd. Dollar kurzfristig verfügbarem Kapital, das zum weiteren Ausbau des Mediengiganten genutzt werden soll. Auf einer Investorenkonferenz ließ das Unternehmen verlauten, man sei am Einstieg ins Gamesgeschäft interessiert.

Mit dem Übergang zur nächsten Konsolengeneration erwarten viele Marktbeobachter eine weitere Konsolidierung des Marktes. Fusionen und Firmenaufkäufe bedrohen aber nicht nur die kleineren Branchenteilnehmer. Auf einer Investorenkonferenz im US-amerikanischen Phoenix bekräftigte nun Peter Chernin, President und COO von News Corp., das Interesse des Mediengiganten an einem Einstieg ins Spielebusiness. "Mit Videogames lassen sich gute Geschäfte machen und wir wollen mitmischen", sagte Chernin einem Bericht der "Financial Times" zufolge. Dabei wird sich News Corp. nicht mit Peanuts begnügen. Das man durchaus bereit ist, Geld in die Hand zu nehmen, zeigt das erst kürzlich bekräftigte Interesse an den ausstehenden Anteilen der Fox Entertainment Group, der u.a. auch das Filmstudio Twentieth Century Fox angegliedert ist. Mehrere Mrd. Dollar sollen News Corp. die Aktien wert sein.

Und auch im Spielebusiness plant News Corp. offenbar Großes: "Wir haben nahezu sämtliche Games-Anbieter unter die Lupe genommen", sagte Chernin. Zu einer Entscheidung sei man aber bisher nicht gekommen. Namentlich erwähnte er Activision als möglichen Übernahmekandidaten. Allerdings müsste News Corp. für eine Übernahme viel Geld in die Hand nehmen. Die Aktien Activision sind derzeit gut drei Mrd. Dollar wert. News Corp. soll nach Informationen des "Hollywood Reporter" über Reserven von rund 5,5 Mrd. verfügen.

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