Hinweisen von Fans hat Nintendo es zu verdanken, dass kopierte Nintendo-Produkte in den USA aus dem Verkehr gezogen werden konnten.

Nintendo of America (NoA) hat vor dem U.S. District Court for the Western District of Washington einen wichtigen Sieg gegen Produktpiraten errungen. Das Gericht untersagte zwei Unternehmen den weiteren Import und Verkauf von TV-Konsolen, die mit imitierten NES-Spielen ausgeliefert wurden. Beide Unternehmen sollen Geräte mit Namen wie "Power Play", "Super Joystick", "Superjoy" oder "Powerjoy" zu Tausenden aus dem asiatischen Raum eingeführt haben. Jede dieser im Design eines N64-Controllers gehaltenen Minikonsolen wurde nach NoA-Angaben mit Dutzenden von NES-Klassikern wie "Donkey Kong" und "Mario Bros." angeboten.

Zu verdanken hat Nintendo diesen Erfolg auch seinen Fans: Über 400 Getreue hatten den Konsolenhersteller über Verkaufsstellen der kopierten Produkte informiert. So konnten in über 40 US-Bundesstaaten Geschäfte ausfindig gemacht werden, die die illegalen Kopien anboten. Nintendo selbst geht vom größten Pirateriefall in der Unternehmensgeschichte aus. Zwar sei der Schaden noch nicht zu überblicken, in der Firmenzentrale rechne man jedoch mit mehreren Mio. Dollar.

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