Pädi-Verleihung: Gold für VUIPD und Lego
Zum fünften Mal sind der Preis und das Gütesiegel Pädi vergeben worden. Sie werden vom Verein SIN - Studio im Netz pädagogisch sinnvollen Multimediaprodukten für Kinder und Jugendliche verliehen. Eine Auszeichnung, die sich für die Publisher auch finanziell auszahlen kann.
Der "Pädi" ist nicht die wichtigste Verleihung für Anbieter von Software und Webseiten für Kinder und Jugendliche, aber eine der schönsten. "Sie ist die netteste Veranstaltung in diesem Bereich, die ich kenne", lobte Martin Seebohn, PR-Manager Edutainment von Vivendi Universal Interactive Publishing Deutschland (VUIPD), während der fünften Pädi-Vergabe Ende November in München. Das liegt auch daran, dass bei dieser Auszeichnung nicht Schlipsträger in feinem Zwirn im Mittelpunkt stehen. Nein, als Zuschauer und Akteure auf der Bühne spielen Kinder aus verschiedenen Kindertagesstätten Münchens die Hauptrolle.
Preis mit Praxisnutzen
Daher wird die Veranstaltung durch Show- und Mitmacheinlagen für die Kleinen aufgelockert. Die waren aber nicht nur wegen Kinderentertainer Biber und dem Auftritt der Breakdancer vom Jugendtreff Biederstein aus dem Häuschen. Auch die diesjährigen Preisträger des Pädi erhielten von den rund 250 Kids gebührenden Applaus.
In der Kategorie Multimediaprodukte für Kinder erhielt VUIPD für "Frankie: Große Tierwelt" einen Pädi in Gold. Die gleiche Auszeichnung bekam Lego in der Kategorie Multimediaprodukte für Jugendliche für "Lego Spybotics". Einige Publisher wie VUIPD, Tivola und Cornelsen durften in diesem Jahr gleich mehrere Pädi-Preise und/oder -Gütesiegel mit nach Hause nehmen. Der Verein SIN - Studio im Netz, dessen Ziel der sinnvolle Umgang von Kindern mit Multimediaprodukten ist, verleiht diese Auszeichnung an Publisher, deren Software und Webseiten sich unter didaktischen Gesichtspunkten qualitativ aus dem übrigen Multimediaangebot für jüngere Zielgruppen hervorhebt.
Anders als bei vergleichbaren Wettbewerben wie der Giga-Maus oder dem edut@in-Preis reichen die Publisher für den Pädi aber keine Titel und Webseiten ein. Stattdessen wählen "wir die Produkte selbst aus dem Angebot aus, das es aktuell auf dem Markt gibt", sagt SIN-Leiter Hans-Jürgen Palme. Für die Publisher kann sich die Auszeichnung durchaus auch finanziell lohnen. Wer für seine Software einen Pädi erhält, darf das entsprechende Logo auf der Produktverpackung abbilden. Es soll Eltern und Erziehern helfen, gute Games und Info-/Edutainmenttitel von weniger geeigneter Software zu unterscheiden und damit die Titel möglicherweise auch zu kaufen.