Der eSport-Bund Deutschland äußerte sich kürzlich zur Entwicklung des E-Sports hierzulande. Matthias Konen, Leiter der Geschäftsstelle, lobte zwar die Fortführung des Round Table E-Sport, mahnte aber strategische Maßnahmen an, um den Bereich zu fördern und damit ist nicht nur die Gemeinnützigkeit gemeint. Für den ESBD hat Berlin zudem "beste Voraussetzungen", um Hauptstadt des E-Sports zu werden.

Der Leiter der Geschäftsstelle beim eSport-Bund Deutschland (ESBD), Matthias Konen, hat am vergangenen Freitag vor Vertreter:innen des Abgeordnetenhauses von Berlin und des Deutschen Bundestages über die weitere Entwicklung des E-Sports in Deutschland und Berlin gesprochen. Konen nutzte eben dieses Wochenende, an dem auch die ESL One im ausverkauften Velodrom stattfand. Zunächst hob er hervor, wie wichtig die Anerkennung der Gemeinnützigkeit sei. Sie würde die Entstehung neuer Vereine begünstigen und die Gesamtsituation bestehender Vereine wesentlich verbessern. "Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für den E-Sport ist die absolut notwendige Grundsteinlegung dafür, dass sich E-Sportvereine und Sportvereine mit E-Sportangebot nachhaltig und rechtssicher entwickeln können. Von ihnen profitiert der E-Sport insgesamt", sagt Konen, der in dem Kontext auch die Ankündigung der Berliner Landesregierung ausdrücklich begrüßte, den Round Table E-Sport fortzuführen. Allerdings sei dies nur ein Schritt. Danach müssten strategische Maßnahmen der Politik folgen, damit der Standort Deutschland im internationalen Vergleich mithalten könne.

"Berlin bietet beste Voraussetzungen, um zur Hauptstadt des E-Sports zu werden. Nach wie vor strahlt die Stadt eine hohe Attraktivität aus", so Konen. Der ESBD ist der Ansicht, dass sich die Bundeshauptstadt zu einem Hotspot des E-Sports entwickelt hätte, dessen enormes Potenzial aber nur bedingt genutzt werde - gerade die Politik könnte in der Hinsicht mehr dazu beitragen. "Denkbar wäre die aktive Bewerbung von Berlin als Austragungsstandort von Großveranstaltungen. Insbesondere die regionale Wertschöpfung würde davon und von einer weiteren Ansiedlung von Unternehmen profitieren", heißt es. Beispiel für solch eine Veranstaltung war die ESL One, die am besagten Wochenende stattfand.

Konen stellt klar, dass andere Standorte die Potenziale des E-Sports längst entdeckt hätten, sowohl national als auch international: "In Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, aber auch in Frankreich und Polen unterstützen Politik und Behörden seit mehreren Jahren gezielt die Entwicklung des vereinsbasierten und kommerziellen E-Sports. Der ESBD spricht sich deshalb ausdrücklich für ein gemeinsames Bestreben aus, Berlin vom Hotspot zur Hauptstadt des E-Sports in Deutschland heranwachsen zu lassen".

Hintergrund: "Laut einer aktuellen Studie von medianet Berlin Brandenburg und medienboard Berlin Brandenburg zur Gamesbranche sind in der Region 40 Prozent von 300 Unternehmen der Branche im E-Sport tätig. So sind in Berlin erfolgreiche Profiteams, Vereine, Agenturen und Eventveranstalter ansässig. Als internationaler Eventsstandort ist Berlin etabliert."

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Marcel Kleffmann
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