Als Paradebeispiel der Digitalwirtschaft bezeichnete der bayerische Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer die Gamesbranche. Auf der GamifyCon plädierte er für eine bessere Förderung und versprach das Thema mit in die nächsten Koalitionsverhandlungen zu nehmen.

Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsminsiterium für Wirtschaft und Medien, hat bei seiner Rede im Rahmen der GamifyCon in München ein starkes Plädoyer für Games und die Gamesbranche gehalten. "Games sind ein Paradebeispiel der Digitalwirtschaft", sagte Pschierer. Und er lobte die Innovationskraft der Branche. "Deshalb ist die Gamesbranche auch ein zentraler Bestandteil unserer Digitaloffensive Bayern", erklärte Pschierer.

Wohl deshalb sprach er sich für eine besser Förderung auf verschiedenen Ebenen aus. Es sei wichtig, dass die bayerischen FuE-Förderungen (Forschung und Entwicklung) auch der Gamesbranche offenstehe, denn "da sind auch größere Fördervolumina machbar".

Doch auch auf Bundesebene ist sich Pschierer der Bedeutung einer Gamesförderung bewusst. Mit Blick auf Kanada, Großbritannien und Frankreich sprach Pschierer von Chancen, die auf Grund der Marktgegebenheiten liegen gelassen würden. Deutsche Entwickler "haben nicht die gleichen Voraussetzungen". Und so kommt Pschierer zu dem Schluss: "Wir brauchen eine Förderung, die verlässlich funktioniert."

Er selbst zeigte sich weniger überzeugt von einem Steuererleichterungsmodell, da es auf Entwicklerseite zunächst entsprechende Umsätze voraussetzt. Steuergutschriften bzw. -boni hingegen hält er hingegen für sinnvoller. Eine weitere Option sei eine Förderung nach Art des Deutscher Filmförderfonds für Games. Pschierer kündigte abschließend an, dass Bayern das Thema in die nächsten Koalitionsverhandlungen einbringen werde.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.