Am 22. Juni lenkte die gesamte deutsche Unterhaltungssoftwarebranche ihre Aufmerksamkeit in Richtung Nintendo. Der Start des Game Boy Advance stand an, und er erwies sich, fast schon Nintendo- bzw. Game-Boy-üblich, als Umsatzgarant für alle Beteiligten. GamesMarkt.de hat bei den Publishern nachgehakt.

Schon kurze Zeit nach Marktstart des GBA zeigte sich  mit dem hingelegten Auftritt mehr als zufrieden. Doch nicht nur Nintendo selbst, auch die zum Launch mit Spieletiteln vertretenen Publisher zollten dem Handheld nach seiner glücklich hinter sich gebrachten Premiere ihren Tribut.

"Nintendo hat den Game Boy Advance gewohnt souverän in den Markt eingeführt", beurteilt Michael Nürnberg, Marketing Director , den Verkaufsstart. Vor allem der Vermarktungsspagat zwischen Game-Boy-Tradition und der Innovation des Game Boy Advance wurde seiner Meinung nach sehr intelligent gelöst. THQ gehört zu den Firmen, die von dem gelungenen Launch mitprofitieren. Schließlich hatte das Unternehmen zum Starttermin bereits Software im Handel platziert. Die Abverkäufe von "" bezeichnete Nürnberg als "sehr zufrieden stellend". Dass macht Hoffnung für die noch rund elf Titel, die THQ bis Jahresende veröffentlichen will. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass auch diese sich äußerst positiv im Markt entwickeln werden", so Nürnberg.

Neben THQ gehört auch  zu den Publishern, die GBA von Beginn an unterstützten. Ubi Softs "" ist laut der neuen Game-Boy-Hitliste von Media Control der bestverkaufte Third-Party-Titel für den neuen Handheld. "Hier bei Ubi Soft freuen wir uns sehr über den erfolgreichen Start des GBA", kommentiert entsprechend auch Niels Bogdan, Group PR Manager von Ubi Soft. Und auch die Düsseldorfer sind fest vom langfristigen Erfolg der tragbaren Spielkonsole überzeugt. Dies zeige sich u. a. durch ein "extrem starkes Entwicklungsengagement" für die Plattform. "Zudem konnten wir auch gerade erst durch das Abkommen mit Capcom unseren GBA-Katalog um weitere sieben Highlights stärken, sodass wir nun zu den absoluten Top-Third-Partys Für GBA-Software in Europa gehören", erläutert Bogdan.

"Auf einer Zufriedenheitsskala von Null bis Zehn würde ich die Acht wählen", lautet das Resümee von , Sales & Marketing Director von . Das Burglengenfelder Unternehmen begleitete den Start sowohl mit Software als auch mit Hardware. Sowohl "" als auch "" sind so gut wie ausverkauft. "Eine Nachproduktion ist auch schon angelaufen", so Biehl. Und auch der Nachverkauf laufe zur Zeit zufriedenstellend. Dennoch, eine kleine graue Wolke begleitete den Start bei NBG: "Wir haben leider zu viel Rücksicht auf die Verfügbarkeit der Hardware genommen, sodass wir unsere Software erst zum Launchtag an den Handel ausgeliefert haben.

Dabei ist es natürlich auch zu Verspätungen gekommen", berichtet der Marketing- und Vertriebsdirektor von NBG. Als Konsequenz will NBG künftig wieder vor der Hardware in den Regalen stehen. Ohne derartige Probleme lief es im Peripheriegeschäft. NBG hat laut Biehl einen Teil der Erstproduktion einfliegen lassen, um die Verfügbarkeit zu gewährleisten. Dies habe sich rentiert. Die Zubehörprodukte aus dem NBG-Sortiment seien sehr gut bei den Kunden angekommen, so Biehl. Auch die Nachproduktion sei zum Teil schon ausverkauft. "Jedoch ist der Nachschub auch schon auf dem Weg, was eine Warenverfügbarkeit in den nächsten drei Monaten gewährleistet", verspricht Biehl.

Das der Game Boy Advance langfristig in seiner Zielgruppe erfolgreich sein wird, davon ist auch , European Consumer Manager , überzeugt. Der Start des neuen Handhelds sei erfolgreich verlaufen, auch mit den von Konami vertretenen Launchtiteln "", "" und "" ist der Publisher mehr als zufrieden. Mit einer kleinen Einschränkung: Ginge es nach Schneider, hätte die Software-/Hardware-Ratio von etwa 1:1 noch etwas höher ausfallen können.

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