PwC-Studie zur Media- und Unterhaltungsindustrie
In seiner neuesten Studie "Global Entertainment and Media Outlook 2000-2004" prognostiziert PricewaterhouseCoopers (PwC) ein durchschnittlich siebenprozentiges Wachstum der Media- und Unterhaltungsindustrie bis 2004 und einen globalen Umsatz von rund einer Bio. Dollar.
Für PricewaterhouseCoopers (PwC) wird das Wachstum in der Media- und Unterhaltungsindustrie insbesondere durch die digitalen Technologien vorangetrieben. Allen voran nennt das Marktforschungsinstitut dabei Musik über das Internet, Video on demand, elektronische Bücher, DVD und interaktives Fernsehen. Das umsatzstärkste Segment wird auch im Jahr 2004 noch das Fernsehen sein. PwC geht hier von einem Umsatz von rund 108 Mrd. Dollar aus. Die größten Wachstumsraten mit über 20 Prozent würden jedoch im Internet erwirtschaftet. Die Schätzungen von PwC gehen im Jahr 2004 von einem weltweiten Umsatz von 75 Mrd. Dollar aus, davon 25 Mrd. Dollar in Europa. Die neuen Technologien werden auch Fernsehen und Internet zusammenwachsen lassen. Laut PwC werden mehr elektronische Einkäufe über das TV als über den Computer getätigt werden. Als Grund wird hier angeführt, dass derzeit rund 90 Prozent aller Europäer ein TV-Gerät haben, dagegen deutlich weniger als 50 Prozent der Haushalte auch über einen PC verfügen.
Weiter wird von einer Veränderung der Strukturen im Werbemarkt ausgegangen. Dabei wird sich das Internet als wichtiger Werbeträger etablieren: So sollen im Jahr 2004 in Europa fünf Prozent des Werbeaufkommens ins Internet fließen. Im Jahr 1999 lag der Wert noch bei 0,5 Prozent. Die Zuwächse würden in erster Linie zu Lasten der Printmedien gehen. Das Fernsehen hingegen werde seine Position behaupten können. Vor allem werde das Internet laut PricewaterhouseCoopers als digitale Plattform für Filme genutzt werden und den Kabelnetzbetreibern neue Einnahmequellen erschließen. Herstellungs- und Distributionskosten für digitale Musik, Filme und Bücher würden im Vergleich zu heute signifikant sinken. Diese Entwicklung werde wiederum neue Zielgruppen an die neuen Medien binden und zu neuen Wachstumsschüben führen.