Die Unternehmensgruppe Ravensburger ist mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr unzufrieden. Trotz gestiegener Umsätze ist das Ergebnis insgesamt eingebrochen. Mit einem Plus von 37 Prozent erreichte die Tochter Ravensburger Interactive Media das stärkste Umsatzwachstum der Gruppe.

Die Unternehmensgruppe Ravensburger hat im Geschäftsjahr 1998 den Umsatz um 19 Prozent von 487 auf 578,2 Millionen Mark gesteigert. Dieses Wachstum sei in erster Linie auf Akquisitionen, zum Beispiel des französischen Spieleherstellers Jeux Nathan, zurückzuführen - ohne diese verzeichnete die Unternehmensgruppe ein Plus von zwei Prozent. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit dagegen sank von 21,5 auf 5,8 Millionen Mark, der Jahresüberschuß ging von 15,5 auf 3,3 Millionen Mark zurück. Der Geschäftsbereich Ravensburger Interactive Media erreichte in der Gruppe das stärkste Umsatzwachstum. Die Tochter steigerte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent von 2,9 auf vier Millionen Mark. Das Wachstum sei im wesentlichen dem Einstieg ins Segment PC-Games zu verdanken. Im Bereich Kindersoftware wurden die Konsequenzen aus einer enttäuschenden Marktentwicklung gezogen und die Zahl der Neuerscheinungen wesentlich reduziert.

Im laufenden Geschäftsjahr soll das CD-ROM-Geschäft deutlich ausgebaut werden. Große Erwartungen setzt Ravensburger Interactive in die PC-Games-Umsetzung des Brettspiels "Die Siedler von Catan". Im Segment Kindersoftware werden erste Titel, basierend auf den Enid-Blyton-Kinderbüchern "Fünf Freunde" und "Hanni und Nanni", erscheinen. des weiteren erweitert das Unternehmen mit "Das Grab des Pharao" und "Versailles 1685 - Am Hof des Sonnenkönigs" sein Produktportfolio um PlayStation-Spiele. Ende dieses Jahres soll "Verrat in der verbotenen Stadt" erscheinen. Eine PlayStation-Version von "Die Siedler von Catan" ist für Anfang kommenden Jahres geplant. "Die PlayStation hat sich unter anderem durch ihre leichte Bedienbarkeit so schnell verbreitet, so daß wir einen Teil unserer Spiele auch auf dieser Plattform anbieten und neue Umsatzquellen erschließen werden", sagt Thomas Kirchenkamp, Geschäftsführer des Unternehmens.

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