Ravensburger in der Verlustzone
Die Ravensburger AG will mit einem gestrafften Sortiment 2001 aus den roten Zahlen kommen. Die Zahl der angebotenen Spiele solle um ein Drittel verringert werden, teilte der Spielehersteller am Mittwoch in Stuttgart mit.
Die Ravensburger AG hat im Geschäftsjahr 2000 zum zweiten Mal in Folge Verlust geschrieben. Das berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa). Das Minus betrug in der Gruppe 28,3 Mio. Mark, nach 7,4 Mio. Mark im Jahr 1999, teilte Finanzvorstand Frank Mallet am Mittwoch in Stuttgart mit. In diesem Jahr soll das Ergebnis "leicht positiv" ausfallen. Im Verlust für 2000 stünden unter anderem 23 Mio. Mark für Umstrukturierungsmaßnahmen, die aber bereits in diesem Jahr Früchte tragen sollen. In Frankreich, UK und Deutschland wurden Standorte wegen Überkapazitäten geschlossen. "Wir haben die ersten Schritte getan, um das Ergebnis zu verbessern", betonte Mallet. Als weiteren Schritt kündigte Ravensburger ein gestrafftes Sortiment für 2001 an. Der Umsatz der Ravensburger Gruppe schrumpfte erstmals seit Jahren um 5,8 Prozent auf 556,1 Mio. Mark. Dabei verlor der Ravensburger Spieleverlag 9,6 Prozent und der Ravensburger Buchverlag 4,5 Prozent. Nur ein Teil wurde durch Zuwächse bei Ravensburger Interactive Media und beim Freizeitpark Spieleland kompensiert.