Reaktionen des Handels
GamesMarkt.de hat erste Reaktionen des Handels zum Dreamcast-Desaster zusammengestellt.
Der Preis wird weiter fallen
"Ich finde es gut von Sega, diese Strategie zu fahren. Hoffentlich wird der DC-Chipsatz in irgendwelche Settop-Boxen integriert! Es folgen aber jetzt nicht nur Sony-relevante Produkte, DC-Spiele werden immer noch produziert, und genügend DC-Hardware zum Abverkauf steht immer noch bereit. Die DC wird bestimmt noch ein Jahr zu kaufen sein, bis die Restbestände weg sind. Wir werden Softwareangebote von Sega nicht zurückfahren. Der Preis der Dreamcast wird bis 199 Mark fallen." Peter Gruber, Game It!
Kein Lagerbestand mehr
"Ich finde es schade, dass Sega es nicht fertig gebracht hat, eine gute Konsole richtig zu vermarkten. Wir werden natürlich auch weiterhin die Neuheiten verkaufen, allerdings keinen Lagerbestand mehr aufbauen. Die Nachfrage nach den Softwareangeboten von Sega wird natürlich sinken, weil viele Leute ihre Dreamcast-Konsole loswerden wollen. Entsprechend werden wir auch reagieren. Sie fragen, was Sega jetzt tun sollte? Das ist natürlich vor allem auch eine finanzielle Frage. Ich denke, man müsste hier die Qualität der Produkte in den Mittelpunkt stellen. Ich weiß auch nicht, ob es für den Kunden sinnvoll ist, sich die Konsole noch zu kaufen." Klaus Endres, B+E Games
Nachfrage regelt Lagerpolitik
"Die derzeitige Situation ist schwierig, denn der gesamte Markt ist verunsichert. Bei den Geräten selbst konnten wir allerdings seit langem keine Nachfrage mehr verzeichnen. Wenn unsere Endkunden die Sega-Produkte noch haben wollen, werden wir sie natürlich auch auf Lager haben. Die wenigen Titel, die nachgefragt werden, haben wir auf jeden Fall auch weiterhin auf Lager. Grundsätzlich warten wir erst mal ab und werden Neuerscheinungen ganz vorsichtig ordern." Ruth Blos, Video Game
Noch nicht "Game Over"
"Wir sind natürlich zu tiefst betroffen, an erster Stelle aber für die Mitarbeiter von Sega Deutschland! Die Produkte werden natürlich in einem leicht reduzierten Umfang weiterhin gekauft und verkauft, da wir unserem Kunden der erst vor kurzen ein solches Gerät bei uns erworben hat, nicht sagen können:--SEGA-Game over-- tut uns leid bei uns gibt es keine Software mehr für Sie!" Michel Wedler, Saturn
Zu geringe Werbeaktivität
"Die Werbeaktivität von Sega war doch eher gering. Oder können Sie sich an den letzten Werbespot für die Dreamcast erinnern? Sehen Sie sich doch Sony an. Was die alles für die PlayStation 2 veranstaltet haben und immer noch veranstalten, ist doch kein Vergleich. Sega muss jetzt kommen und zeitgleich zur Preisreduzierung ein bisschen Werbung fahren." Martin Hilkerts, Games & More
Bis Sega sagt, jetzt ist endgültig Schluss
"Erst einmal läuft alles weiter wie bisher. Wir verkaufen, bis Sega sagt, jetzt ist endgültig Schluss mit der Dreamcast. Dann schmeißen wir alles raus." Inge Bohlem, Video & Game Center
Sega verspricht Spiele
"Derzeit sind wir noch vorsichtig und beobachten das Marktgeschehen. Meiner Meinung nach werden noch einige Konsolen durchverkauft werden. Wenig euphorisch, zugegeben. Aber über das Weihnachtsgeschäft mit Dreamcast-Games und -Zubehör können wir nicht direkt klagen. Wenn der Support ausläuft, werden wir uns sicherlich aus dem Hardwaregeschäft zurückziehen. Die Softwaretitel werden wir aber noch im Programm, sprich: im Regal, halten. Schließlich versichert Sega, weiterhin Spiele auf den Markt bringen zu wollen." Thomas Klumpp, KSmultimedia
Werden nicht gegen den Strom schwimmen "Die Nachfrage nach Dreamcast war von Anfang an zu gering. In der Regalpflege werden wir sicher nicht gegen den Strom schwimmen. Wir werden die Softwareangebote von Sega zurückfahren. Preisreduzierung? Das hilft alles nichts mehr." Markus Becke, Elektrohaus Fröschl