SCEE-President David Reeves äußerte sich auf dem ELSPA Games Summit u. a. zum späten Hardwarelaunch der PSP in Europa und zur aktuellen Importproblematik.

David Reeves, President Sony Computer Entertainment Europe, ging in seiner Keynote auf dem ELSPA Games Summit 2005 mehr auf die aktuelle Konsolengeneration als auf die PlayStation 3 ein. Er befasste sich insbesondere mit den traditionell späten Europaterminen von Sony-Konsolen. Aktueller Aufhänger ist der Europastart der PSP im September, ca. neun Monate nach dem Start in Japan. Für Reeves ist der Zeitpunkt jedoch ideal: "Wir wollen gar nicht die Ersten sein." Sein Argument für den späteren Start: Produktfehler könnten noch ausgebessert und die Retourenrate damit gesenkt werden. Aktuell habe man bei Konsolen eine Retourenrate von zwei Prozent, was Reeves als "sehr gering" bezeichnete. Zudem sei durch den späteren Launch ein größerer Softwarekatalog verfügbar, so Reeves. Als Gründe für die Verspätung der Konsole in Europa nannte er den Lokalisierungsprozess, Sicherheitsbestimmungen und Zollvorschriften.

Zum Starttermin der PlayStation 3 gab es von Reeves nur weng Neues zu hören. SCE habe noch keine Entscheidung getroffen, allerdings "könne man durchaus mit einer Überraschung rechnen", so Reeves. Im Augenblick konzentriere man sich aber auf die aktuelle Konsolengeneration. Laut Reeves sollen in den nächsten zwei Jahren die meisten Ressourcen für PS2 und PSP aufgewende werden.

Reeves äußerte sich in seiner Rede auch zur Problematik von Parallelimporten. Außer gegen Händler, die Import-PSPs in Großbritannien verkaufen, will Sony jetzt auch gegen Verkäufer auf der Auktionsplattform eBay vorgehen. Insgesamt bezeichnete er die Problematik aber als "keine große Sache".

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