Regierung bekräftigt Pläne für Tech Growth Fund
In einem "Handelsblatt"-Gastbeitrag haben die Staatssekretäre Jens Spahn (Finanzen, CDU) und Matthias Machnig (Wirtschaft, SPD) Pläne für einen Milliarden-Fonds zur Unterstützung von Start-ups bekräftigt. Wirklich konkret werden sie jedoch nicht.
Bereits Mitte 2016 stellte die Bundesregierung Finanzmittel in Milliardenhöhe für Start-ups in Aussicht. Die "Welt am Sonntag" berichtete damals als erste Zeitung von einem Vorhaben mit dem Arbeitstitel "Tech Growth Fund", der deutschen Start-ups in Zusammenarbeit mit der KfW-Bank bis zu 20 Mrd. Euro an Kapital - die Hälfte davon als Darlehen - zur Verfügung stellten sollte. Erklärtes Ziel war sicherzustellen, dass Start-ups in jeder Wachstumsphase über ausreichend liquide Mittel verfügen. Wirklich ausgearbeitet war der Plan damals nicht. Nun haben Finanzstaatssekretär Jens Spahn und Wirtschaftsstaatssekretär Matthias Machnig das Thema Tech Growth Fund erneut aufgegriffen.
In einem gemeinsamen Gastbeitrag für das "Handelsblatt" bekräftigten sie die Pläne der Regierung. Es gehe darum für Start-ups über mehrere Jahre mehrere Mrd. Euro zu mobilisieren. Auch jetzt ist wieder von einer Zusammenarbeit mit der KfW-Bank die Rede. Eine lockere Regulierung der KfW erlaube nun eine Mitfinanzierung von Venture Capital aber auch Venture Debt Fonds.
So erfreulich die Nachricht ist, dass der Tech Growth Fund seitens der Regierung auch im Wahljahr nicht in Vergessenheit geraten ist, substanziell neue Erkenntnisse liefert der aktuelle Gastbeitrag nicht. Weder ist klar, bis wann der Tech Growth Fund eingerichtet ist, noch wie Firmen Geld beantragen können oder nach welchen Kriterien ausgewählt wird. Ob und unter welchen Umständen also auch Spieleentwickler von einem Tech Growth Fund profitieren können liegt ebenfalls im Dunklen.