"Star Wars: The Old Republic" fesselt in den Wochen nach Vermarktungsstart die MMOG-Fans an den Bildschirm.

"Star Wars: The Old Republic" hat zum Jahresende nochmals die Gamer in den westlichen Märkten zum Kauf animiert. Kurz vor Weihnachten stürmte das BioWare-Rollenspiel die Charts. Laut Anbieter Electronic Arts wurden binnen kürzester Zeit mehr als eine Mio. registrierte Kunden gewonnen. In Spitzenzeiten tummelt sich mehr als ein Drittel der Kundschaft auf den Servern. Laut US-Analyst Colin Sebastian, Senior Research Analyst bei Robert W. Baird & Co., konnten in der Spitze 350.000 gleichzeitig aktive Spieler gezählt werden.

"Wir interpretieren den Starterfolg von 'Star Wars: The Old Republic' als Indiz für einen gesunden MMO-Markt", wird Sebastian in der US-Games-Presse zitiert. "Während es selbstverständlich eine Wechselbeziehung mit Activisions 'World Of WarCraft' gibt, sehen wir in den USA und Europa einen entwicklungsfähigen Markt für MMOs für ein Millionenpublikum." Für das Jahr 2012 rechnet Sebastian mit einer positiven Entwicklung. Bis Jahresende hält er bis zu drei Mio. verkaufte Exemplare von "Star Wars: The Old Republic" für realistisch. Zu optimistisch seien hingegen einige Prognosen zur Nutzerentwicklung. Sebastian glaubt demnach nicht, dass bis Ende 2012 zwischen 1,5 und zwei Mio. zahlende Nutzer zu erreichen seien. Er machte aber auch keine eigene Nutzerprognose. Dass die Skepsis berechtigt ist, zeigt die Historie. Die vergangenen Jahre sahen zahlreiche neue MMOs, die gut gestartet sind, die Nutzer aber nicht langfristig binden konnten.

In den internationalen Märkten schlug sich "Star Wars: The Old Republic" unterschiedlich gut. Hierzulande belegt das Rollenspiel seit zwei Wochen den ersten Platz der Wochencharts von media control GfK. Abverkaufszahlen sind nicht bekannt. Im britischen Markt debütierte der Titel auf Rang zehn der Wochencharts, stürzte schon in der zweiten Woche aber auf Rang 38 ab. Bislang keine Informationen gibt es aus dem US-Markt. Im englischsprachigen Raum hat der PC als Games-Plattform einen traditionell schweren Stand. Allerdings ist in diesen Märkten die digitale Distribution wesentlich weiter verbreitet als in Deutschland. Platzierungen in klassisch erhobenen Charts haben daher nur eine begrenzte Aussagekraft über Erfolg oder Misserfolg.

Share this post

Written by