SCE legt mehr Gewicht auf digitalen Vertrieb
Sonys Onlineservice für PlayStation 3 soll mehr werden als eine simple Xbox-Live-Kopie. Dennoch orientiert sich der Konsolenhersteller stark am Konkurrenzprodukt aus Redmond.
Mit PlayStation 3 startet Sony Computer Entertainment einen neuen Anlauf, den PlayStation-Fans das Onlinespielen näher zu bringen. Doch obwohl Sony bekräftigt, keine simple Xbox-Live-Kopie anbieten zu wollen, sind die Anleihen beim Konkurrenten aus Redmond unverkennbar. Detailliertere Informationen, die Sony im Vorfeld der Electronic Entertainment Expo bekannt gab, erinnern stark an den Service von Microsoft.
So werden alle PS3-Käufer von Haus aus Zugriff auf bestimmte Onlineinhalte haben. Ob Demodownload, Freundesliste oder Chatfunktion, vorbestimmte Bereiche stehen allen Usern offen. Vollzugriff wird es aber auch beim generalüberholten PlayStation Net nur gegen Gebühr geben. Zudem ist der Onlineverkauf von zusätzlichen Inhalten und älteren Spielen - analog dem Xbox Marketplace - angedacht. Beispielhaft nannte Phil Harrison, SCE President Worldwide Studios, zusätzliche Lieder zu "SingStar", die gegen einen Obolus heruntergeladen werden können.
Wirklich neu hingegen wird die Möglichkeit sein, auch Content für das Sony Handheld PlayStation Portable über den PS3-Onlinedienst zu beziehen. Per Memorystick gespeichert, könnten PSP-Besitzer z.B. kleinere Spiele oder auch Filmaterial auf ihr Handheld laden. Zudem ist anzunehmen, dass sich Sony mit der konzerneigenen Rechtebibliothek von der Konkurrenz absetzen will. Trailer zu Filmen von Sony Pictures, MP3-Files aus dem Sony-BMG-Katalog und DVD-Neuerscheinungen von Sony Pictures Home Entertainment als Video on Demand wird es wohl nur für PS3-Nutzer geben. Offen bleibt bis auf weiteres die Preisgestaltung.