Schwache Inlandsnachfrage bremst Medion aus
Während das Deutschlandgeschäft wie erwartet rückläufig war, gewinnt der Auslandsumsatz für Medion an Bedeutung. Die vorläufigen Zahlen des Elektronikkonzerns spiegeln die generelle Konjunkturentwicklung der einzelnen Regionen wider.
Medion hat nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2004 - mit Ende 31. Dezember - rund 2,62 Mrd. Euro Umsatz gemacht. Wie erwartet wurde damit der Vorjahreswert von 2,92 Mrd. Euro verfehlt. Insbesondere das Deutschlandgeschäft macht dem Essener Elektronikkonzern zu schaffen: Rückläufige Bestellmengen und der schwache Inlandskonsum bremste den Umsatz hierzulande aus. Nach 1,92 Mrd. Euro im Vorjahr wurde 2004 ein Umsatz von 1,55 Mrd. Euro in Deutschland erzielt.
Demgegenüber entwickelte sich das Auslandsgeschäft positiv. Fallende Komponentenpreise sowie der im Vergleich zu 2003 deutlich schwächere Dollar sorgten für ein Umsatzwachstum auf annähernd eine Mrd. Euro. Dabei entfielen 922 Mio. Euro (plus 6,1 Prozent) auf das europäische Ausland, während sich der US-Umsatz um 13 Prozent auf 86 Mio. Euro verbesserte.
Tragende Säule Medions ist nach wie vor der Bereich PC/Multimedia. 71,5 Prozent des Umsatzes wurden mit PC-Systemen und Co. erwirtschaftet. Unterhaltungs- bzw. Haushaltselektronik steuerten 24,5 Prozent bei und der Bereich Telekommunikation stellte 2,4 Prozent des Konzernumsatzes.
Unterm Strich verbleibt ein geringerer Konzernüberschuss als im Vorjahr. Aufgrund der gesunkenen Umsätze sowie höherer Logistik- und Transportkosten pendelte sich das Ebit bei ca. 90 Mio. Euro ein. Die endgültigen Zahlen wird Medion auf der Bilanzpressekonferenz im März vorstellen.